Eröffnungsrede im Internet

Großes Herz fürs kleine Strandfest: Rotenburg startet Traditionsfeier

Bürgermeister Christian Grunwald, hier eingerahmt von den Wappenknechten Martin Utermöhlen (links) und Martin Schmidt, rief zum Feiern mit Vernunft auf.
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Bürgermeister Christian Grunwald, hier eingerahmt von den Wappenknechten Martin Utermöhlen (links) und Martin Schmidt, rief zum Feiern mit Vernunft auf.

Mit der Wappenparade und einer Rede in Reimform vom Rathauschef hat in Rotenburg gestern Abend das Strandfest 2021 begonnen.

Auch dieses Jahr fällt die Traditionsfeier, die viele Fuldastädter aus allen Ecken der Republik für ein Wochenende zurück in die Heimat holt, ein Stück weit der Corona-Pandemie zum Opfer. Unter dem Motto „Strandfest im Herzen“ – was für jeden Rotenburger ohnehin Pflichtprogramm sein dürfte – gibt es diesmal zumindest eine abgespeckte Form. 

Zu einem „normalen“ Strandfest, das für viele Rotenburger insbesondere ein Treffen mit vielen alten Bekannten ist, kommen die Bornschisser traditionell donnerstags auf dem Marktplatz zur Wappenparade zusammen. So richtig wie sonst kann man zwar auch dieses Jahr nicht zusammenkommen – virtuell war das aber möglich. Die Eröffnungsrede von Bürgermeister Christian Grunwald wurde live im Internet übertragen.

Dennoch ließen es sich mehr als 100 wetterfeste Rotenburger nicht nehmen und sorgten vor dem Rathaus bei Grunwalds Rede in Reimform – ganz analog – für Beifall. Den Grund dafür, dass man schon wieder „ohne Festzelt, Karussell und Festzug“ dasteht, nannte Grunwald unverblümt beim Namen. Während der Rathauschef sonst reimte, brach er hier aus: „Corona ist, und das sage ich ganz barsch, ein unberechenbarer…Virus.“

Grunwald motivierte die Rotenburger, trotz Corona zu feiern, bei allem Optimismus aber vernünftig zu bleiben. Der Bürgermeister rief in seiner Rede unter anderem dazu auf, die Außengastronomie und die heimische Wirtschaft zu unterstützen. Ausführlich ging er auf den Stadtumbau ein und warb für eine Innenstadt mit weniger Autos – auch wenn er weiß, dass viele Bürger das anders sehen. „Parken, am besten direkt vor dem Laden, für manch´ einen würd´ wohl auch ein Drive-In nicht schaden.“ Es sei an der Zeit, zu hinterfragen und bessere Ideen vorzuschlagen. „Verharren, schlechtreden oder gar aufgeben, füllt unsere Stadt nicht mit neuem Leben“, sagte der Bürgermeister. Grunwald appellierte an die Zuhörer, stolz auf ihre Heimat zu sein. Eine Stadt könne nicht nur von schönen Bauwerken leben – die Bürger müssten ihr, auch mit guter Laune, den Charakter geben. Die Übertragung von der Wappenparade ist weiterhin im Internet über die Homepage der Stadt unter rotenburg.de abrufbar.

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