Grundstück für Neubau in Rotenburg vorgestellt

Bürgermeister Grunwald: HKZ-Alternative prüfen

Rotenburgs Bürgermeister Christian Grunwald im Porträt.
+
Christian Grunwald, Bürgermeister von Rotenburg an der Fulda.

In der Debatte um die geplante Verlegung der HKZ-Akutmedizin von Rotenburg nach Bad Hersfeld hat Bürgermeister Christian Grunwald (CDU) einen Alternativvorschlag konkretisiert.

Rotenburg - Er stellte im Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Rotenburg einen Standort für den potenziellen Neubau einer kardiologischen Fachklinik in Rotenburg vor – in unmittelbarer Nachbarschaft des Kreiskrankenhauses (KKH). Das 15 000 Quadratmeter große Grundstück am Emanuelsberg, direkt gegenüber des ehemaligen Kreisaltenzentrums, gehöre der Stadt.

Es biete ausreichend Platz für einen Neubau mit der Größe der Vitalisklinik samt Parkplätzen, so Grunwald, der die Bad Hersfelder Klinik exemplarisch in einen Grundstücksplan maßstabsgetreu montiert hatte.

„Wer sagt, dass man mit etwas nicht einverstanden ist, sollte einen Alternativvorschlag präsentieren. Das tue ich“, so der Bürgermeister. Er rief in der Sitzung, bei der die Klinikum-Geschäftsführer sowie Landrat Dr. Michael Koch (CDU) den Stadtpolitikern Rede und Antwort standen, dazu auf, diesen Vorschlag betriebswirtschaftlich und medizinisch zu prüfen. Er spricht von einer „realistischen und medizinisch sinnvollen Lösung zur Erhaltung des kardiologischen Versorgungsauftrags in Rotenburg“.

Grunwald konkretisiert damit einen ersten Vorstoß von Dr. Martin Oechsner, medizinischer Geschäftsführer im KKH, der vor vier Wochen vorgeschlagen hatte, ein neues HKZ in Rotenburg auf dem Gelände des ehemaligen Kreisaltenzentrums zu bauen, statt es ans Bad Hersfelder Klinikum zu verlagern. „In welcher Trägerschaft das geschieht, spielt für uns erst mal eine untergeordnete Rolle“, hatte Oechsner gesagt. Grunwald unterstützt diesen Vorstoß.

Landrat Koch hatte allerdings angedeutet, dass das seit 2007 ungenutzte Areal des Ex-Kreisaltenheims, das rund 16 000 Quadratmeter umfasst, derzeit nicht zur Verfügung stehe.

Grunwald: „Für unseren Standort gibt sogar einen Aufstellungsbeschluss zur Bauleitplanung. Wir sind also einen Schritt weiter als man in Bad Hersfeld ist.“ Am Klinikum in der Kreisstadt soll nach Plänen der Geschäftsführung ein Funktionstrakt gebaut werden, um die geplante Konzentration der Akutmedizin umsetzen zu können. Der von Grunwald angeführte Aufstellungsbeschluss ist eine Vorstufe eines Bebauungsplans.

Der Beschluss sei zwar schon rund zwei Jahre alt und sei damals für studentisches Wohnen gefasst worden. „Aber das wäre mit einem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung schnell veränderbar“, so der Bürgermeister.

In der Ausschusssitzung gingen die Verantwortlichen des Klinikums nicht näher auf Grunwalds Vorschlag ein. (Sebastian Schaffner)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.