Gute Aussichten: Den drei Kliniken im Kreis geht es langsam besser

Hat das Defizit gesenkt: Das Klinikum Bad Hersfeld. Foto: Hampe/nh

Hersfeld-Rotenburg. Die drei Krankenhäuser im Kreis Hersfeld-Rotenburg haben sich im vergangenen Jahr wirtschaftlich stabilisiert.

Am Klinikum Bad Hersfeld ist das Defizit deutlich gesunken, das Kreiskrankenhaus (KKH) sowie das Herz- und Kreislaufzentrum (HKZ) in Rotenburg machten zumindest keine großen Verluste. Nun soll es weiter bergauf gehen.

Das Defizit des Klinikums wird nach Aussage von Geschäftsführer Martin Ködding geringer ausfallen als die erwarteten 1,7 Millionen Euro. Das ist zumindest eine Million Euro weniger als in den beiden Vorjahren. Außerdem erwartet Ködding, dass das Klinikum 2015 endlich wieder aus den roten Zahlen herauskommt. „Ich bin zuversichtlich, dass wir es auch ohne Sanierungstarifvertrag schaffen“, sagte Ködding.

Die bessere wirtschaftliche Lage hängt am Klinikum auch an der Zahl der Patienten, die deutlich gestiegen ist. Diesen Trend verzeichnet auch das Kreiskrankenhaus Rotenburg. Und er soll sich noch fortsetzen.

„Wir halten den Kopf gerade so über Wasser“, sagt der KKH-Geschäftsführer Reiner Schickling. Im abgelaufenen Jahr verzeichne man zwar keinen nennenswerten Gewinn, aber auch keine Verluste. Am KKH verzichten die Mitarbeiter nach wie vor auf Gehaltszahlungen. Mit einem Plus von 4,1 Prozent in 2014 und weiteren 1,5 Prozent seit Januar komme man aber wieder in die Nähe es Tarifgehalts, sagte Schickling.

Nach mehreren Jahren mit Gewinnen rechnet der Aufsichtsratsvorsitzende des HKZ, Peter Klufmöller, für 2014 mit einem knapp negativen Ergebnis. Hintergrund ist der Ausfall ausländischer Patienten aus Lybien und Russland: „Das wird uns das Ergebnis verhageln“, sagte Klufmöller. Er sieht aber ebenfalls positiv in die Zukunft, weil sich der Abbau von 75 Stellen am HKZ erst 2015 richtig bei den Personalkosten auswirken wird.

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann und Marcus Janz 

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