Wochenendporträt: 35-Jähriger beginnt am 1. Februar

Hält die Fäden zusammen: Torben Schäfer übernimmt Rotenburger Stadtmarketing

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Fasziniert vom Fachwerk: Torben Schäfer ist ab 1. Februar Geschäftsführer der neuen Marketing- und Stadtentwicklungsgesellschaft Rotenburg (MER). Am Freitag war er auf Stippvisite in der Stadt und fand Zeit für ein Gespräch mit unserer Zeitung.

Rotenburg. Ein Gang über die alte Fuldabrücke in Rotenburg: Torben Schäfer genießt das Panorama, das Rauschen des Flusses. „Hier braucht man nur ein paar Weinstände aufzustellen und hat den schönsten Ort zum Feiern“, sagt er, der am 1. Februar seinen Dienst als Geschäftsführer der neuen Marketing- und Entwicklungsgesellschaft Rotenburg (MER) antritt.

Die Stadt hat es ihm schon jetzt angetan. Rotenburg findet er wie geschaffen dafür, die Seele baumeln zu lassen. Der 35-Jährige war mit seiner Familie am Freitag auf Stippvisite in seinem neuen Arbeits- und Lebensort.

Erwartungen keine Last

Mitte des Monats wird er mit seiner Frau Evelyn und den beiden Kindern von Sindelfingen in die Stadt an der Fulda ziehen. „Ich muss Teil der Stadt sein, muss die Menschen kennenlernen und wissen, was sie umtreibt“, sagt der neue Mann. Dass alle Rotenburger große Erwartungen haben, sieht er nicht als Last. „Ich weiß, was ich kann und habe Erfahrungen gesammelt,“ sagt er selbstbewusst.

Die Vielfalt der Aufgaben sei viel größer als an seiner bisherigen Wirkungsstätte, das sieht er als Herausforderung. „Ich kann aber nur so stark sein, wie die Menschen, die mitziehen“, appelliert der passionierte Schlagzeuger auch an die Rotenburger.

Nicht schlechtreden

Seine erste Aufgabe sei es deshalb, ein Netzwerk zu schaffen. Die Fäden sollen bei ihm zusammenlaufen: Für Anregungen und Ideen sei er offen. Was er gar nicht mag, ist, wenn Menschen die Ideen und den Einsatz anderer einfach nur schlechtreden. „Das hat man oft in den sozialen Netzwerken. Da halte ich auch energisch gegen.“

Torben Schäfer hat bereits registriert, dass sich viele Menschen im Ehrenamt für die Stadt einsetzen. Er ist sicher, dass Handel- und Gewerbetreibende mit an den Tisch kommen, um die Stadt voranzubringen.

Er hat den Blick von außen und meint zum Beispiel, dass das Thema Leerstände, das die Rotenburger umtreibt, nicht so schwerwiegend sei: „Ich habe schon Schlimmeres gesehen.“ Unter dem Internethandel leidet der Einzelhandel nach seiner Einschätzung überall. Rotenburg habe auch Standortvorteile, so gebe es keine grüne Wiese, die Käufer nach außen ziehe.

Das Pfund, mit dem die Stadt wuchern könne, sei der Tourismus. Schäfer meint, dass man in diesem Bereich das Profil noch schärfen könne.

Langfristiges Projekt

Das klassische Stadtmarketing wird ihn fordern: „Die Bürger sollen auch wieder positiv auf ihre Stadt blicken“, sagt er. Aktionen, auch kurzfristige, könnten dazu beitragen. „Die eigentliche Stadtentwicklung ist ein langfristiges Projekt. Es muss von Veranstaltungen flankiert werden.“

Dass ihm mit den Mitarbeiterinnen der Tourist-Info ein erfahrenes Team zur Seite gestellt wird, begrüßt Torben Schäfer, der seine neuen Kolleginnen schon mehrfach besucht hat. Mit ihnen will er in guter Stimmung zusammenarbeiten – und zwar langfristig. „Meine Familie und ich bevorzugen das Leben im ländlichen Raum. Ich denke, in Rotenburg kann man toll Kinder großziehen.“

Mehr über Torben Schäfer erfahren Sie in der gedruckten Zeitung und im E-Paper.

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