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Das Halloween-Haus von Rotenburg: Familie Schuchmann feiert das Gruselfest im großen Stil

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Von: Jenny Breiding

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Das Halloween-Haus von Rotenburg.
Das Halloween-Haus von Rotenburg: Gemeinsam mit (von links) Tochter Lea, Neffe Taylor Friedrich und Sohn Finn bastelt Kim Schuchmann den Großteil der Dekoration, die von allen in der Stadt bestaunt werden kann. © Jenny Breiding

Montag ist Halloween: Wer in Rotenburg lebt, hat das Haus der Familie Schuchmann vermutlich schon gesehen. Es ist gruselig schön dekoriert.

Rotenburg – Seit einigen Tagen schmücken schaurig schöne Figuren und Dekoration Haus und Garten der Familie gegenüber vom Schlosspark am Obertor. Wenn man den Treppenaufgang vor Familie Schuchmanns Haus hochgeht, muss man einen Vorhang zur Seite schieben – und plötzlich wird man von gespenstischen, schaurigen Geräuschen erschreckt. Das Haus am Obertor kennt in Rotenburg kaum einer nicht.

Gruselige Figuren, Grabsteine, Spinnennetze, Knochen, Spinnen und Hexen – all das und viel mehr hat Kim Schuchmann rund um Haus und Garten dekoriert. „Es wird jedes Jahr mehr“, sagt die 35-Jährige. Nachdem sie mit Mann und Kindern von einer Wohnung in das viel größere Haus umgezogen ist, sei der Umfang der Dekoration immer größer geworden. Kein Wunder, denn an Ideen fehlt es der Familie nicht.

Gruseliger Schmuck in Haus und Garten - Frau Suchmann seit der Kindheit ein Halloween-Fan

Schuchmann selbst ist schon als Kind ein riesen Halloween-Fan gewesen und hat noch heute eine große Begeisterung für die schaurige Dekoration, die vor allem in Amerika zu dieser Jahreszeit auf den Grundstücken vieler Menschen zu sehen ist.

Über das soziale Netzwerk Facebook hat sie sich einer amerikanischen Halloween-Fan-Gruppe angeschlossen. „Wir inspirieren uns gegenseitig und tauschen Bilder von selbstgemachter Deko aus“, sagt sie. Die Familie bastelt vieles selbst. „In Deutschland ist es nicht so einfach, an Figuren zu kommen, da muss man erfinderisch werden.“ Eine Hexe ist zum Beispiel einzig aus einer Styroporkugel und einer alten Lampe von Ikea entstanden.

Spaß am Gruseln: Kim Schuchmann hat ihren Garten liebevoll geschmückt. Darüber freuen sich auch Neffe Taylor Friedrich und Tochter Lea.
Spaß am Gruseln: Kim Schuchmann hat ihren Garten liebevoll geschmückt. Darüber freuen sich auch Neffe Taylor Friedrich und Tochter Lea. © Jenny Breiding

Kinder der Familie von Begeisterung für Halloween angesteckt

Die Leidenschaft für das ursprünglich irische Fest, das Einwanderer erst mit nach Amerika brachten, gab die Mutter schnell an ihre Kinder weiter. Finn Schuchmann ist kürzlich neun Jahre alt geworden und feiert seinen Geburtstag gemeinsam mit Geschwistern und Freunden im gespenstischen Ambiente nach. Während er von der Feier schwärmt, kramt er in den Deko-Vorräten, die im Regal stehen. Die temporäre Unordnung aufgrund der Bastelarbeiten gehört zum Fest dazu, da sind sich alle einig.

In der Schule feiern die Kinder kein Halloween. Tochter Lea sei dort aber schon mal gefragt worden, ob die Deko in ihrem Zuhause nicht langsam reiche. „Nein“ antwortet die Elfjährige mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Sie, ihre Geschwister und der Cousin Taylor kämen immer wieder selbst auf verrückte Bastel-Ideen und möchten das gruselige „Chaos“ im eigenen Zuhause nicht missen.

An Halloween selbst verkleiden die Kinder sich, sobald sie aus der Schule kommen. „Ab 17 Uhr gehen wir dann mit Papa um die Häuser“, sagt Finn. Lea zeigt ein im Jugendzentrum zu Halloween selbstgebasteltes Gefäß, in dem sie Süßigkeiten sammeln kann. Nachdem sie die Ausbeute heimgebracht haben, empfängt die Familie die ersten Halloween-Gäste.

Kein süßes Baby, sondern ein schauriges Monster schaut aus diesem Kinderwagen im Schuchmann-Garten.
Kein süßes Baby, sondern ein schauriges Monster schaut aus diesem Kinderwagen im Schuchmann-Garten. © Jenny Breiding

Nicht nur Schmuck: 2021 gab es die erste große Halloween-Feier

2021 fand die erste große eigene Halloween-Feier statt. Auf einmal kamen Menschenmengen zum schaurig schönen Haus der Familie. „Da standen die Leute bis auf die Straße und wollten mitfeiern“, berichtet die Mutter. Eine Ankündigung sei nicht nötig gewesen, alle in der Gegend wüssten, dass sie zu den Schuchmanns kommen könnten. So auch in diesem Jahr. Vor allem die Rotenburger Kinder seien jeder Zeit herzlich willkommen.

Obwohl Halloween nur am 31. Oktober gefeiert wird, schmückt die Familie ihr Haus schon lange vorher. „Die Figuren sollen ein paar Tage bleiben, damit sich auch die vorbeifahrenden Leute daran erfreuen können“, sagt die Mutter. Auch die Mühe, die in den Figuren steckt, soll sich lohnen. Diese würde vor allem honoriert, wenn Menschen bei ihnen klingeln und wissen wollten, wo es die Dekoration der Schuchmanns zu kaufen gäbe. Auch Fotos des Hauses werden reichlich gemacht. „Manchmal bitte ich die Leute zu warten, bis ich das Fenster wieder zu hab“, scherzt die Mutter.

Absolut vernarrt in Halloween: Finn Schuchmann.
Absolut vernarrt in Halloween: Finn Schuchmann. © Jenny Breiding

Andere wiederum stören sich ein wenig an der Kreativität der Familie. Davon lassen sie sich aber nicht verunsichern. Im Gegenteil: Sie sind noch gar nicht fertig. Mit leuchtenden Augen erzählt Finn vom Horror-Clown „Pennywise“ aus dem Film „Es“, der bis Montag noch fertiggestellt werden soll. Ein paar Tage nach Halloween baut die Familie die Deko dann wieder ab.

Doch bald schon steht das nächste Fest an – Weihnachten. Finn und Lea freuen sich schon. Aufgeregt sprechen sie vom zwei Meter hohen aufblasbaren Baum, den sie dann im Garten aufstellen. Und vom Beamer, der im Fenster platziert wird und den Lebkuchen-Figuren. „Auch an Weihnachten orientieren wir uns an der amerikanischen Dekoration“, sagt die Mutter. Langweilig wird es bei den Schuchmanns nicht. (Jenny Breiding)

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