Handball-Landesliga

TGR-Gegner Zierenberg "rennt, was das Zeug hält"

Wenn der Sieg eingetütet ist, klatscht TGR-Trainer Robert Nolte seine Spieler ab: Das möchte er auch am Sonntag in Zierenberg wieder tun. 
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Wenn der Sieg eingetütet ist, klatscht TGR-Trainer Robert Nolte seine Spieler ab: Das möchte er auch am Sonntag in Zierenberg wieder tun. 

Nach dem starken Auftritt beim 31:24-Heimsieg über Wanfried wartet auf die Landesliga-Handballer der TG Rotenburg eine vermeintlich leichte Aufgabe.

Sie müssen am Sonntag ab 17.30 Uhr beim Schlusslicht HSC Zierenberg antreten.

„Natürlich wollen wir beim Aufsteiger, der noch keinen Punkt geholt hat, gewinnen. Etwas anderes zu sagen, wäre Blödsinn“, meint TGR-Trainer Robert Nolte und fügt an: „Es ist sogar eines der schwereren Spiele, weil alle von uns einen Sieg erwarten.“

Diese Konstellation birgt die Gefahr, den Kontrahenten auf die leichte Schulter zu nehmen. „Wir sind gut beraten, Respekt vor den Zierenbergern zu haben“, mahnt Robert Nolte deshalb.

Er hat Achtung vor diesem Neuling, von dessen Spielen er sich Videos angeschaut hat. Auf diesen bekam er Erstaunliches zu sehen: „Das ist eine Mannschaft, die fast so viele Angriffe wie Großenlüder oder Hünfeld fährt. Ganz egal, wie es steht, auch wenn sie mit 16 Toren zurückliegen: Das interessiert sie gar nicht. Sie rennen, was das Zeug hält, geben Vollgas bis zum Schluss und stürzen sich in jede noch so kleine Lücke - selbst dann, wenn es gar keine Lücke gibt, springen sie da rein. Sowas habe ich noch nicht gesehen.“

Nolte vergleicht den kommenden Gegner „mit einem Rudel junger, hungriger Wölfe, denen der Leitwolf fehlt“. Denn dieser Hochgeschwindigkeitshandball habe eine Kehrseite: „Sie leisten sich noch viele Fehlabschlüsse und viele Ballverluste im Spielaufbau“ – und warten deshalb weiterhin auf das erste Erfolgserlebnis, obwohl sie gut ausgebildete Handballer in ihren Reihen haben.

In den Aufstiegsspielen zur Landesliga hat sich der TSV Ost-/Mosheim von der Überfalltaktik überraschen lassen. Auch seine Jungs sollten auf der Hut sein: Die TGR sei ja nicht gerade bekannt als die Mannschaft mit der besten Rückwärtsbewegung.

„Beruhigen können wir sie nicht, wir müssen sie immer wieder neu einfangen. Wir müssen ihren ersten Schwung stoppen“, sagt Nolte, „da ist individuelle Abwehrstärke gefordert. Jeder von uns muss wachsam sein.“ Besonders auf Marcel Kunz und Kevin Schnitzer wird zu achten sein. Sie haben schon jeweils 30 Tore erzielt.

„Im Rückraum wechseln die Zierenberger extrem oft hin und her. Alle rotieren. Das kann für einen Gegner irritierend sein“, sagt Robert Nolte. Er hofft, dass Jan-Oliver Holl seine Erkältung bis zum Wochenende überwunden hat. Doch nicht nur der Kreisläufer fehlt in dieser Woche bei den Übungseinheiten, sondern auch Petar Cutura. „Ihn sehen wir wegen seiner Nachtschichten zwei Monate überhaupt nicht im Training“, bedauert Robert Nolte.

Ex-Coach Uwe Mäusgier steht Robert Nolte unter der Woche zur Seite und schiebt Sonderschichten mit Jonas Barzov, der nach seiner Schulter-OP um Anschluss an die Mannschaft kämpft. Auch Christian Raatz ist laut Nolte als engagierter Torwarttrainer eine große Hilfe, wie man an den Leistungen der Keeper Alexander Dick und Drazen Cica sehen könne.

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