Aufgabengebiet wächst

Helfer brauchen Hilfe: Rotes Kreuz wirbt um ehrenamtliche Unterstützer

Sie brauchen Unterstützung: Helga Klemke , die schon ehrenamtlich in der Kleiderkammer des DRK-Kreisverbandes Rotenburg arbeitet, und Kreisgeschäftsführer Steven Renner. Foto: Schäfer-Marg

Rotenburg. Im DRK-Kreisverband Rotenburg werden händeringend ehrenamtliche Helfer gesucht. Geschäftsführer Steven Renner berichtet von einem großen Bedarf in unterschiedlichsten Arbeitsbereichen.

In der Kleiderkammer, die in den DRK-Räumen in Rotenburg angesiedelt und einmal wöchentlich geöffnet ist, arbeiten zum Beispiel abwechselnd fünf Frauen. Sie sortieren gut erhaltene Kleidungsstücke und geben sie an Bedürftige ab. „Aber wir könnten auch ein zweites Mal in der Woche öffnen. Der Bedarf, besonders durch die Flüchtlinge, ist groß“, sagt Renner.

Ähnlich verhält es sich im Kleiderladen in Bebra, der von einer hauptamtlichen Mitarbeiterin betrieben wird. Sie benötige Entlastung durch eine zusätzliche ehrenamtliche Kraft. Eine weitere bezahlte Hilfe kann sich der Kreisverband nicht leisten - die Erträge aus dem Laden sind zu gering. Der Kleiderladen ist viermal wöchentlich geöffnet und hat laut Renner auch eine soziale Funktion: Vielen Menschen sei es ein Bedürfnis, die Bekleidung zu bezahlen. Das sei wichtig für das Selbstwertgefühl. Die DRK-Mitarbeiterin engagiere sich enorm, ändere sogar bei Bedarf Kleidungsstücke.

Auch im Bereich Schulverpflegung in Obersuhl werden noch ehrenamtliche Unterstützer benötigt, die den angestellten Kräften zur Hand gehen. Von der Blumensteinschule aus werden auch noch Heringer Schüler und Kinder in der Obersuhler Kindertagesstätte verpflegt. „Uns würde schon helfen, wenn sich ein Rentner, der gern Auto fährt, bereit erklärt, das Essen nach Heringen zu bringen. Wie oft er das machen will, ist eine Sache der Absprache. Jede Hilfe zählt“, sagt Renner.

Das gilt auch für die Erste-Hilfe-Kurse: Die Wochenend- und Abendkurse können gut betreut werden, da die ehrenamtlichen Ausbilder, die tagsüber einem Beruf nachgehen, dann Zeit hätten. Allerdings gebe es auch tagsüber Bedarf an solchen Kursen - und den kann das DRK laut Renner nicht immer befriedigen. Der Geschäftsführer wirbt auch in diesem Bereich um jung gebliebene Rentner und Pensionäre, die sich kostenlos zu Kursleitern ausbilden lassen könnten. „Vielleicht haben ja ehemalige Lehrer daran Interesse“, meint Renner.

Wer den DRK-Helfern helfen will, kann sich mit der Geschäftsstelle in Rotenburg in Verbindung setzen. Kontakt: DRK-Kreisverband, Alte Wiese 6, 36199 Rotenburg, Telefon 06623/ 92 35 0

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