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Corona-Hotspot Hersfeld-Rotenburg: Ordnungshüter setzen bei Maskenpflicht auf Dialog

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Von: Sebastian Schaffner

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Viele Wegweiser, aber kein Hinweis auf die Maskenpflicht: In Rotenburg hängen noch keine Schilder, die auf die Hotspot-Regeln verweisen. Diese seien aber in Planung, heißt es aus dem Rathaus.
Viele Wegweiser, aber kein Hinweis auf die Maskenpflicht: In Rotenburg hängen noch keine Schilder, die auf die Hotspot-Regeln verweisen. Diese seien aber in Planung, heißt es aus dem Rathaus. © Clemens Herwig

Seit 18 Tagen ist der Kreis Hersfeld-Rotenburg nun schon Corona-Hotspot. In bestimmten Straßen und auf einzelnen Plätzen gilt nun Maskenpflicht und Alkoholverbot.

Bad Hersfeld/Rotenburg – Wie viele Menschen sind von den Ordnungshütern seitdem ohne Maske erwischt worden? Und: Wer kontrolliert das eigentlich alles? Wir haben nachgefragt.

Betroffen von den verschärften Hotspot-Coronaregeln sind 16 zu Fußgängerzonen erklärte Straßen und belebte Orte in Bad Hersfeld sowie vier in Rotenburg (siehe Hintergrund). Festgelegt hatte diese der Landkreis in einer Allgemeinverfügung.

„Die Fälle der an uns gemeldeten Verstöße kann man an einer Hand abzählen“, sagt Kreis-Sprecherin Jasmin Krenz. Dabei gehe es ausschließlich um Masken-Delikte. „Vergehen gegen das Alkoholverbot sind uns nicht bekannt“, so Krenz. Die Ordnungsämter und die Polizei nehmen zwar die Fälle auf. Zuständig für die Ahndung ist aber die Bußgeldbehörde des Landkreises. „Unsere Devise ist Kontrolle mit Augenmaß“, so Krenz. Ziel sei es, an die Eigenverantwortung der Menschen zu appellieren.

Wo unter freiem Himmel Maskenpflicht gilt

Seitdem die Sieben-Tage-Inzidenz den dritten Tag in Folge über dem für Hessen maßgeblichen Schwellenwert von 350 liegt, gelten in Bad Hersfeld und Rotenburg auch unter freiem Himmel in bestimmten Bereichen strengere Regeln. In Bad Hersfeld herrscht ein ganztägiges Alkoholverbot sowie von 7 bis 20 Uhr Maskenpflicht in folgenden Straßen: Am Markt, An der Obergeis, An der Untergeis, Badestube, Benno-Schilde-Straße, Breitenstraße, Dudenstraße, Enge Gasse, Johannesstraße, Klausstraße, Klaustor, Linggplatz, Löhrgasse, Marktplatz, Weinstraße und Unter den Hütten. In Rotenburg muss zwischen 9 bis 20 Uhr eine Maske am Marktplatz, in der Breitenstraße, Brückengasse und im Steinweg getragen werden. Das Alkoholverbot erstreckt sich über den Rotenburger Marktplatz. Fällt die Inzidenz fünf Tage lang unter 350, fällt die Region aus der Regelung hinaus.

Sollte die Ansprache in einer Fußgängerzone nicht fruchten, würde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet, erklärt Krenz. Das könne zu einem Bußgeld führen. Der Bußgeldkatalog sieht laut Krenz für einen Verstoß gegen die Maskenpflicht in Fußgängerzonen eine Strafe von 100 Euro vor.

Die Lage in den beiden Städten ist aber entspannt. „Spezielle Hotspots mit häufigen Verstößen gibt es bei uns nicht“, sagt Maik Ebert, Sprecher des Bad Hersfelder Rathauses. „Wer am Linggplatz keine Maske trägt, wird sie wohl auch am Lullusbrunnen nicht aufsetzen – es sei denn, er oder sie trifft unsere Mitarbeiter.“ Kontrolliert würden die Regeln in der Kreisstadt täglich von der städtischen Ordnungspolizei und der Bad Hersfelder Polizei.

Und in Rotenburg? „Bei uns gibt’s keine Probleme“, sagt Ulf George, Leiter des Fachdienstes Öffentliche Sicherheit und Ordnung im Rotenburger Rathaus. Kontrolliert würden die Regeln vom sogenannten Hilfspolizeidienst. „Mündliche Verwarnungen reichen bislang aus“, sagt George. Sollten sich Menschen weigern, eine Maske zu tragen, „dann würden wir das ahnden. Bislang waren aber alle einsichtig.“ Er schätzt, dass die Ordnungshüter in Rotenburg pro Tag fünf bis zehn Menschen auf die Maskenpflicht hinweisen.

Hinweise oder Schilder, wo eine Maske getragen werden muss, gibt es bislang übrigens nur in Bad Hersfeld, in Rotenburg nicht. „Sie sind noch nicht angefertigt. Da wir davon ausgehen, noch länger unter die Hotspotregelung zu fallen, sind aber entsprechende Schilder in Planung“, sagt Ulf George. (Sebastian Schaffner)

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