Prüfung durch Luftfahrtbundesamt

Landeplatz für Hubschrauber am HKZ Rotenburg wieder in vollem Betrieb

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Einsatz auf dem HKZ-Landeplatz: Das Foto zeigt den Rettungshubschrauber „Christoph Thüringen“, der gerade einen Patienten aus einer anderen Klinik zu den Spezialisten des Herz- und Kreislaufzentrums verlegt. 

Rotenburg. Der Hubschrauberlandeplatz des Herz-Kreislauf-Zentrums in Rotenburg kann wieder uneingeschränkt genutzt werden. Transporte vom Sportplatz zum HKZ entfallen damit.

Das Luftfahrtbundesamt hat die Start- und Landegenehmigung im vollen Umfang erneuert. In den vergangenen Jahren hatten Piloten in Einzelfällen nicht den Landeplatz beim HKZ genutzt, um Patienten zu bringen, sondern den Rotenburger Sportplatz. Dann mussten die Patienten mit dem Rettungswagen von dort zum HKZ gebracht werden.

Diese Situation war dadurch entstanden, dass die Europäische Union 2014 neue Richtlinien für Hubschrauberlandeplätze festgelegt hatte. „Prompt entstanden öffentliche Diskussionen, ob die Lufttransporte in der bisherigen Form überhaupt noch aufrecht erhalten werden könnten“, berichtet Pressesprecher Werner Hampe.

Beleuchtung und Brandschutz

Mittlerweile ist man im Rotenburger Herz-Kreislauf-Zentrum aber wieder recht entspannt. Unter anderem die Beleuchtung, die Ausschilderung, der Brandschutz und die Fluchtwege sind den neuen Richtlinien angepasst worden, berichtet Hampe. Jetzt erfülle der Helikopter-Landeplatz auf dem Dach des HKZ wieder die Ansprüche an einen Klinik-Sonderlandeplatz. Und die Prüfkriterien seien durchaus anspruchsvoll. Zum Jahreswechsel bestätigte die Prüfkommission dem Landeplatz, dass der den neuen Richtlinien entspricht und wieder uneingeschränkt und in vollem Umfang angeflogen werden kann. Damit hat der Landeplatz für 2018 seine Prüfung bestanden. Die das HKZ anfliegenden Organisationen wie der ADAC und die Rettungsflugwacht wurden darüber informiert.

In der Zeit, in der die neuen Richtlinien für den Landeplatz am HKZ noch nicht umgesetzt waren, lag es im Ermessen der Piloten, ob sie den Landeplatz nutzten, oder auf dem Rotenburger Sportplatz landeten, erläutert Ulrich Meier, der Finanzdirektor des Klinikum Hersfeld-Rotenburg.

Für Patienten wichtig

„Auch, wenn es nur Einzelfälle waren. Für die Patienten ist es gut, dass es jetzt wieder eine offiziell genehmigte Landestelle gibt, und der Transport vom Sportplatz zum HKZ entfällt“, betont Meier. „Die Engstelle für das HKZ waren sowieso selten die neuen Richtlinien für den Landeplatz, sondern immer die Frage, ob wir im HKZ genügend Aufnahmekapazitäten auf der Intensivstation haben.“

Wenn die Helikopter für den Krankentransport eingesetzt werden, dann ist meist kein anderer sicherer Transportweg für einen Patienten mehr möglich. Entweder drängt die Zeit, weil der Zustand lebensbedrohlich ist, oder die Verletzungen sind so schwer, dass eine Beförderung auf der Straße nicht mehr möglich ist, berichtet Pressesprecher Hampe. „Luftpost“ nennen die Profis in den Kliniken die anfliegenden Patienten im Fachjargon.

Fliegende Intensivstationen

Neben den Notarzt-Hubschraubern landen in Rotenburg immer wieder auch die „fliegenden Intensivstationen“ wie der Christoph Thüringen, der jährlich über 1000 Einsätze absolviert.

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