HKZ-Verkauf: Rhön-Klinikum bietet Kreis Kooperation an

Hersfeld-Rotenburg. Das Rhön-Klinikum, das wie das Klinikum Bad Hersfeld das Herz- und Kreislaufzentrum Rotenburg (HKZ) kaufen will, schlägt seinem Mitbewerber eine Kooperation vor.

In einem Brief, der unserer Zeitung vorliegt, lädt der Rhön-Aufsichtsratsvorsitzende Eugen Münch seinen Amtskollegen vom Klinikum, Landrat Dr. Michael Koch, zu einem Gespräch ein.

In dem Schreiben geht Münch zwar nicht ausdrücklich auf den Kauf des HKZ ein. Doch es ist der erste Beleg, dass der börsennotierte Krankenhauskonzern auf die Rotenburger Spezialklinik bietet. Eine Bestätigung seitens des Rhön-Klinikums gibt es aber nicht. Und auch den Brief wollte Rhön-Pressesprecher Achim Struchholz auf Nachfrage nicht kommentieren.

Darin erläutert Münch, wie sein Unternehmen am Stammsitz in Bad Neustadt an der Saale 180 Millionen Euro in ein Campus-Konzept investiert, um ambulante und stationäre Versorgung zusammenzuführen - ein Modell, das laut Münch auch für Hersfeld-Rotenburg interessant sein könnte. „Die Rhön-Klinikum AG könnte mit Ihnen gemeinsam den Campus mit der Leuchtturmfunktion in Bad Hersfeld verwirklichen“, bietet Münch an. Dessen Einladung nach Bad Neustadt zu einem Gespräch hat Landrat Koch allerdings abgelehnt. Eine Kooperation komme nur infrage, falls sich das HKZ für Rhön als Käufer entscheidet.

„Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir ein überzeugendes Angebot unterbreitet haben“, sagte Koch auf Nachfrage, wobei das Klinikum als HKZ-Gesellschafter selbst jede unerwünschte Übernahme per Veto verhindern könnte.

Die Parteien im Kreistag hätten ihre Unterstützung für das 100-Millionen-Euro-Angebot des Klinikums für das HKZ signalisiert. Deshalb habe Koch den Brief auch nicht, wie von Münch erbeten, an die Fraktionen weitergeleitet.

Warum der erfolgreiche Klinikmanager Eugen Münch auch im Kreis Hersfeld-Rotenburg zu mutigen und einschneidenden Schritten rät, lesen Sie in unserer gedruckten Montagausgabe.

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