Bürgermeister empört

Hungerstreik: Marburger Flüchtlinge wollen nicht nach Rotenburg

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Wollen in Marburg bleiben: Flüchtlinge sind in den Hungerstreik getreten, weil sie nach Rotenburg gebracht werden sollen.

Rotenburg/Marburg. Auf Unverständnis stoßen der Hungerstreik von Flüchtlingen im Marburger Stadtteil Cappel sowie dessen Unterstützung durch Marburgs Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies bei Rotenburgs Bürgermeister Christian Grunwald.

„Gelinde gesagt empört“ ist Grunwald wegen der Vorgänge in Oberhessen.

Integriert in Marburg

Seit Donnerstag befinden sich im Containerdorf 60 Flüchtlinge in Hungerstreik. Die Erstaufnahmeeinrichtung soll geschlossen, die noch dort lebenden 160 Flüchtlinge sollen nach Rotenburg gebracht werden. Das wollen sie jedoch nicht, weil sie sich in Marburg gut integriert fühlen. Der Oberbürgermeister hat in einem Schreiben an Ministerpräsident Bouffier gefordert, das „Marburger Camp“ nicht zu schließen und auf das erhebliche finanzielle und personelle Engagement der Stadt sowie das der ehrenamtlichen Helfer hingewiesen. Auch eine Petition zum Erhalt des Camps wurde abgegeben.

Dem Rotenburger Bürgermeister ist die Verknüpfung von Hungerstreik und Fernsehbildern im Hessischen Rundfunk von Flüchtlingen mit dem Plakat „Not to Rotenburg“ bitter aufgestoßen. Offenbar werde den Flüchtlingen Angst vor Rotenburg gemacht und unterstellt, dass es in der Fulda-Stadt keinen Integrationswillen gebe.

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