Dritte Generation der Sommer-Familie übernimmt

Im Rotenburger Club Las Vegas wird wieder gefeiert

Es geht wieder los: William Sommer (links) und Moritz Rimbach öffnen am 6. November wieder die Tore des Las Vegas, das derzeit nur Spielothek ist. Das Logo auf dem Banner hat William Sommer entworfen.
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Es geht wieder los: William Sommer (links) und Moritz Rimbach öffnen am 6. November wieder die Tore des Las Vegas, das derzeit nur Spielothek ist. Das Logo auf dem Banner des Clubs hat William Sommer entworfen.

In der Rotenburger Gastronomen-Familie Sommer übernimmt die dritte Generation: William Sommer und Moritz Rimbach wollen mit dem Las Vegas wieder durchstarten.

Rotenburg – Sie sind die Söhne der Brüder Harald und Frank Sommer. Der Club-Bereich des Gebäudes, das auch Spielothek ist, wird derzeit auf Vordermann gebracht. Der Boden wird abgeraut, es wird neu lackiert und gestrichen. In der Corona-Zeit war die Tanzfläche zur Abstellkammer geworden.

Außerdem planen die jungen Männer bei Partys einen weiteren Außenbereich auf dem Parkplatz. Der soll mit Bauzäunen abgesperrt sein, die mit Bannern verziert trotzdem nicht den Eindruck einer Baustelle vermitteln. Außerdem sind dort ein Pavillon und Stehtische geplant. Der Hintergrund ist klar: Geraucht werden soll nicht mehr drin. „An das Rauchverbot haben sich früher leider nicht alle gehalten“, sagt William Sommer.

Außerdem ist der Einlass so wesentlich leichter zu kontrollieren, was insbesondere derzeit unter Corona-Bedingungen wichtig ist. Und unter diesen Bedingungen findet auch die erste Party statt, die am 6. November steigt. Dabei legen Jack Lack und die Sound Rabauken auf. Es gibt Gewinnspiele und ein Lagerfeuer mit Sitzplätzen. „Wir hoffen, dass die Leute wieder Lust aufs Feiern haben“, sagt Moritz Rimbach. Sein Cousin fügt hinzu: „Auf Instagram und Facebook bekommen wir ganz gute Resonanz. Aber wie es dann wirklich läuft, das wird eine Überraschung.“

Die Feierlust unter jungen Leuten hat abgenommen

Die beiden haben das Club-Leben im Vegas schon vor Corona in die Hände genommen und haben beobachtet, dass bereits in Zeiten vor der Pandemie unter den jungen Leuten die Feierlust abgenommen hat. Das betrifft bei Weitem nicht nur das Las Vegas – zahlreiche Disko-Schließungen in ganz Nordhessen belegen das. Früher hatte das Las Vegas zwei Dancefloors. Der zweite wird schon lange nicht mehr gebraucht. Vor zehn Jahren fanden auch Partys für einzelne Musik-Genres statt. Dafür reicht die Nachfrage längst nicht mehr.

„Wir setzen auf regional bekannte DJs mit Musik für die breite Masse“, sagt Moritz Rimbach, der zu den Organisatoren der Open-Air-Reihe auf dem Rotenburger Festplatz im Sommer gehört hat. „Wenn es gut anläuft, würden wir auch weiter investieren“, sagt William Sommer. Beide setzen auch darauf, dass die jungen Leute nach der Corona-Durststrecke wieder Bock auf Party haben, auch wenn das erst mal nur unter 2G-Bedingungen geht.

Die Tanzfläche im Las Vegas in Rotenburg ist derzeit noch Baustelle.

Ungefähr alle sechs Wochen soll im Las Vegas am Wochenende gefeiert werden. Möglichst auch mit den Abitur-Jahrgängen der Jakob-Grimm-Schule, wie es Tradition ist. Doch auch zu den Studenten und Schülern von Bundespolizei, BKK und Landesfinanzschule haben beide schon Kontakte geknüpft. Wenn es passt und gerade keine Klausuren sind, soll also auch donnerstags mal im Las Vegas gefeiert werden.

Die dritte Generation der Sommers organisiert das nebenberuflich. Franks Sohn Moritz (21) ist Einkäufer bei Grenzebach in Bad Hersfeld, Haralds Sohn William (23) studiert in Kassel. Er hat früher selbst als Rotenburger Abiturient die Abi-Partys im Club seines Vaters mitorganisiert. Für beide ist es eine Motivation, das Lebenswerk ihrer Väter weiterzuführen. „Und wir machen das, weil wir Spaß daran haben, den Leuten Freude zu bringen“, sagt William Sommer. (Christopher Ziermann)

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