Einsatzbereit bis zum 11. Dezember

Impfen in der Hotels-Arena: Landkreis richtet Corona-Zentrum in Rotenburg ein

Eine Hand mit einer Spritze ist vor der Göbel-Hotels-Arena in Rotenburg zu sehen. Dort richtet der Landkreis jetzt ein Corona-Impfzentrum ein.
+
In der Göbel-Hotels-Arena in Rotenburg richtet der Landkreis bis zum 11. Dezember ein Corona-Impfzentrum ein.

Bis zum 11. Dezember will der Landkreis in der Göbel Hotels Arena in Rotenburg ein Impfzentrum aufbauen. Betreiber wird das Klinikum Hersfeld-Rotenburg.

„Wir sind zuversichtlich, dass wir dem Land Hessen bis zum 11. Dezember unsere Einsatzfähigkeit melden können“, teilte Landrat Dr. Michael Koch (CDU) am Donnerstagnachmittag mit. Das Land hatte am Montag per Einsatzbefehl die Landkreise und kreisfreien Städte beauftragt, Impfzentren einzurichten, damit ab Mitte Dezember die Impfungen gegen das Coronavirus beginnen können.  Voraussetzung dafür ist natürlich die Verfügbarkeit von zugelassenen Impfstoffen.

Die deutschlandweit festgelegte Strategie sieht vor, dass rund 60 Prozent der Gesamtbevölkerung die kostenlose Impfung bekommen. Im Landkreis wären das 72 000 Menschen. Da jeder zweimal geimpft werden muss, sind im Kreis 144 000 Impfvorgänge vorgesehen. Da pro Tag 1000 Menschen in der Hotels Arena geimpft werden sollen, wäre das 60-Prozent-Ziel nach 144 Tagen, also nach rund fünf Monaten erreicht.

Bis zu fünf Impfstraßen parallel - Landrat appelliert an Bevölkerung

Betreiber des Impfzentrums wird das Klinikum Bad Hersfeld, zu dem auch das Rotenburger Herz-Kreislauf-Zentrum gehört. „Der Klinikverbund wird die personelle Absicherung garantieren, wobei eine Einbeziehung des Kreiskrankenhauses Rotenburg, der DRK-Kreisverbände sowie der niedergelassenen Ärzte vorgesehen ist“, so der Landrat. Neben den Fachdiensten des Landkreises ist auch das THW am Aufbau des Zentruns beteiligt.

Geplant ist ein Schichtbetrieb, bei dem die Mitarbeiter in bis zu fünf Impfstraßen parallel arbeiten. Das Land rechnet damit, dass pro Tag 30 bis 40 medizinische Fachkräfte gebraucht werden, um 1000 Menschen täglich zu impfen. Hinzu kommen rund 20 für die Organisation. Die rund 2000 Quadratmeter große Hotels Arena, die über ausreichend Parkplätze verfügt, soll an sieben Tagen in der Woche von 7 bis 22 Uhr geöffnet sein.

Zusätzlich zum Impfzentrum sollen mobile Impf-Teams etwa in Senioren- und Pflegeheimen eingesetzt werden, um Menschen vor Ort zu impfen, die auf Hilfe angewiesen sind.

Landrat Koch, der von einer „riesigen gesellschaftlichen Aufgabe“ spricht, appelliert an die Bevölkerung, sich impfen zu lassen. Je mehr Menschen sich beteiligen, „desto schneller können wir die Pandemie beherrschen und schnellstmöglich in unser altes Leben zurückkehren.“

Termine vergibt das Land

Welche Bevölkerungsgruppen zuerst geimpft werden, legen Bund und Länder fest. Nach Auskunft aus dem Landratsamt sollen Wartezeiten „mithilfe fester Terminvergaben durch das Land vermieden“ werden. Nachfragen unserer Zeitung ließ das Ministerium vorerst unbeantwortet. Grundsätzlich haben diejenigen Priorität, „die bei einer Erkrankung an Covid-19 das höchste Risiko für Tod und schwere Erkrankung haben“, so das Ministerium auf seiner Internetseite.  (Sebastian Schaffner)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.