Hausärzte impfen in Altersheimen

Dritte Corona-Spritze: Impfzentrum wartet auf Stiko-Empfehlung

Impfzentrum Rotenburg an der Fulda.
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Das Impfzentrum in Rotenburg.

Mit der dritten Corona-Impfung für besonders gefährdete Menschen wartet das Rotenbuerger Impfzentrum noch, bis die Empfehlung der Ständigen Impfkomission vorliegt.

Hersfeld-Rotenburg – Auch wenn sich in Hessen besonders gefährdete Menschen schon jetzt offiziell zum dritten Mal gegen das Coronavirus impfen lassen können, will zumindest das Impfzentrum in Rotenburg noch auf die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) warten.

„Wir gehen aber davon aus, dass die Empfehlung Anfang der nächsten Woche erfolgt“, sagt Maike Henning, Leiterin des Impfzentrums.

Wer zum sogenannten vulnerablen, also besonders schützenswerten Personenkreis gehöre und in der Göbel Hotels Arena jetzt schon eine Booster-Spritze haben möchte, „den weisen wir aber nicht ab“, sagt sie.

Maike Henning

In Hessen können laut Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) seit Mittwoch Frauen und Männer ab 80 Jahren, Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderungen ihren Impfschutz erneuern lassen. Das gelte auch für Menschen, die ausschließlich mit Astrazeneca oder Johnson & Johnson geimpft worden sind, „unabhängig von ihrem Alter“, so das Ministerium. Grundsätzlich sollten zwischen dem Abschluss der ersten beiden Impfungen und der Auffrischungsspritze aber mindestens sechs Monate liegen. Menschen, die eine dieser Voraussetzungen erfüllen, könnten sich an ihren Hausarzt wenden, so Klose. Vier Menschen hätten von dieser Möglichkeit im Kreis bereits Gebrauch gemacht, teilt die Kassenärztliche Vereinigung Hessen auf Nachfrage mit.

„Aller Voraussicht nach werden in unserem Landkreis die Hausärzte die Impfungen in den Altenheimen übernehmen“, sagt Maike Henning. Gespräche mit den Ärzten liefen bereits. Sie informiert zudem darüber, dass auch die normalen Corona-Impfungen bis zur Schließung des Impfzentrums Ende September weiterhin möglich seien. Bei Erstimpfungen nach dem 9. September müsste die zweite Spritze dann allerdings beim Hausarzt folgen.

Für die Auffrischungsimpfungen werden ausschließlich mRNA-Wirkstoffe von Biontech und Moderna verwendet. Im Gegensatz zum Start der Vakzinierung stehe jetzt ausreichend Impfstoff zur Verfügung, versichert Minister Klose.

Inzidenz steigt, Impfquote stagniert

Während die Inzidenz im Kreis Hersfeld-Rotenburg am Donnerstag auf 30,8 gestiegen ist, steigt die Impfquote nur noch langsam. Impfzentrum und Hausärzte melden laut Landkreis und Kassenärztlicher Vereinigung bislang 70 088 Erst- und 68 559 Zweitimpfungen. Hinzu kommen die Impfungen der Betriebsärzte, die allerdings auf Kreisebene nicht zentral erfasst werden. Alles in allem dürften also etwas mehr als 70 000 Menschen inzwischen vollständig geimpft sein. (Sebastian Schaffner)

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