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In Rotenburg am Parkplatz Altes Amtsgericht stehen drei neue E-Ladesäulen im Wert von 40 000 Euro

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Von: Christopher Ziermann

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Ab sofort reserviert zum Aufladen von Elektrofahrzeugen sind die Parkplätze vor der Mauer am Parkplatz Altes Amtsgericht.
Ab sofort reserviert zum Aufladen von Elektrofahrzeugen sind die Parkplätze vor der Mauer am Parkplatz Altes Amtsgericht. © Christopher Ziermann

„Jeder sieht es daran, dass immer mehr Kennzeichen ein E enthalten: Die Elektromobilität erfährt momentan ein deutliches Wachstum“, sagt Rotenburgs Bürgermeister Christian Grunwald.

Rotenburg – Deswegen baut auch die Fuldastadt ihre Infrastruktur dafür aus. Zusätzlich zu den Lademöglichkeiten am Rathaus und bei der Sparkasse können Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb seit gestern auch am Parkplatz Altes Amtsgericht betankt werden.

An drei Ladesäulen ist Platz für sechs Autos – die Parkplätze vor der Mauer neben dem Restaurant Bacco sind ab sofort also für den Ladebetrieb freizuhalten. Wer dort parkt, muss 55 Euro Bußgeld zahlen. „Das werden wir ab sofort auch verstärkt kontrollieren“, sagt Grunwald. In der Reihe neben dem Bacco sind nun nur die beiden Stellplätze ganz rechts normale Parkplätze. Anwohnerparkplätze werden daneben neu ausgewiesen.

E-Ladesäulen hätten auch eine Auswirkung auf das öffentliche Bewusstsein

Grunwald betont, dass man im Rahmen der Energiewende als Kommune mitwirken müsse. Dafür sei es auch in Kauf zu nehmen, wenn die Plätze an den Ladesäulen zunächst häufiger ungenutzt blieben. „Das ist die Frage nach Henne und Ei. Braucht man erst mehr Ladeinfrastruktur oder mehr E-Autos auf der Straße? Natürlich brauchen wir dieses Angebot, auch für Gäste von außerhalb der Stadt.“ Die E-Ladesäulen hätten auch eine Auswirkung auf das öffentliche Bewusstsein – gerade angesichts der derzeit explodierenden Sprit-Kosten.

Die Anforderungen im Bereich Verkehr würden sich ändern. „Ich vertraue darauf, dass die Rotenburger die Neuerungen schnell verinnerlichen, genauso wie beim Verkehrskonzept“, sagt Grunwald. Seit dieser Woche ist zum Beispiel die Alte Fuldabrücke für Autos gesperrt, mit Ausnahme von Lieferverkehr – wir berichteten.

Ladesäulen werden zum großen Teil aus Förderprogrammen gedeckt

Die drei Ladesäulen haben 40 000 Euro gekostet und werden zu einem Großteil gedeckt aus Förderprogrammen des Hessischen Verkehrsministeriums und der gemeinnützigen Gesellschaft Energieeffizienz Kommunal Mitgestalten (EKM), die zur EAM gehört. Wer zur Bedienung der Ladesäulen den dort angebrachten QR-Code benutzt, zahlt mit 35 Cent pro Kilowattstunde laut Bürgermeister Grunwald weniger als mit den üblichen Ladekarten.

Den Strom dafür liefert die Gesellschaft Kommunale Energie aus der Mitte (KEAM), an der neben der EAM auch zahlreiche Kommunen beteiligt sind. Die Anschlüsse haben eine Leistung von 15 Kilowatt – die Ladung eines Kleinwagens dauert im Schnitt drei Stunden. (Christopher Ziermann)

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