Traditionsverband ehemaliges Panzergrenadierbataillon 51/52

Ehemaliges Bataillon der Alheimerkaserne: Soldat sein steckt in ihnen drin

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Vor der Traditionswand im Rotenburger Rathaus: Richard Slotty und Manfred Müller (von links) vom Vorstand des Traditionsverbandes 

Sie stehen dafür, die Kameradschaft zu fördern, auch wenn es ihr Bataillon schon lange nicht mehr gibt. Der Traditionsverband in Rotenburg feiert 30-jähriges Bestehen.

Seinen 30. Geburtstag feiert der Traditionsverband ehemaliges Panzergrenadierbataillon 51/52 in Rotenburg. Begangen wird das Jubiläum mit einer Kameradschaftsversammlung und anschließendem Kameradschaftsabend. Im Jahr 1989 sei der Verein gegründet worden, um die Kameradschaft zwischen den ehemaligen Rotenburger Soldaten zu fördern und ehemalige Soldaten an das Bataillon zu binden, berichtet Richard Slotty, der erste Vorsitzende. 123 Mitglieder habe der Verein derzeit.

„Jedes Jahr helfen unsere Vereinsmitglieder beim Benefizkonzert der Kirche“, erzählt Slotty. Und auch politisch mischten sie sich ein. Bei der Demonstration gegen die Schließung der Alheimerkaserne waren viele Mitglieder dabei. Slotty beteiligte sich als Vereinsvorsitzender damals mit einem Redebeitrag. „Der Moment, als die Kaserne geschlossen wurde, war sehr emotional für uns“, erinnert er sich.

Bürgermeister Christian Grunwald enthüllt im Jahr 2014 zusammen mit Bataillonskommandeur Oberstleutnant Lando Pietsch und Richard Slotty (von links) im Schlosspark einen Gedenkstein. 

Den Kontakt zur Truppe halten die ehemaligen Bundeswehrangehörigen auf vielfältige Art. Regelmäßig finden Vorträge aktiver Soldaten für Vereinsmitglieder statt. Demnächst wird ein Soldat, der in Mali im Einsatz war, über seinen Dienst in dem westafrikanischen Staat berichten. Und auch die Mitglieder besuchen ab und an die Truppe. So veranstalteten sie beispielsweise Fahrten nach Erfurt zum Führungsunterstützungsbataillon oder zu den Heeresfliegern in Fritzlar „Das Soldatsein ist einfach in uns drin“, meint Manfred Müller. Er ist Schriftführer und Gründungsmitglied des Verbandes. „Die Bundeswehr verändert sich schnell, da wollen wir auf dem neuesten Stand bleiben.“

In jedem Jahr unternehmen sie mindestens eine ganztägige Fahrt und mehrere Halbtagesfahrten. Highlight der bisherigen Vereinsgeschichte sei die Berlin-Fahrt im Jahr 1996 gewesen, da sind sich beide sofort einig. Müller: „Untergebracht waren wir in einer ehemaligen NVA-Kaserne. Gegessen wurde in Geltow bei Potsdam im Stab des IV. Korps“.

Er betont, dass sie so lange es geht aktiv weiter machen wollen: „Ansonsten ist unser Verein irgendwann Geschichte.“

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