Umweltbildungszentrum hat Vertrag gekündigt

Jakob-Grimm-Schule: Keine Verpflegung mehr am Standort Braacher Straße

+
Jakob-Grimm-Schule

Schüler sollten ans Pausenbrot denken: Seit Montag gibt es keine Verpflegung mehr für die rund 900 Pennäler der Jakob-Grimm-Schule am Standort Braacher Straße in Rotenburg. 

Das Umweltbildungszentrum, das sowohl den Kiosk im Zumbis betrieben als auch Mittagessen angeboten hat, hat den Vertrag mit der JGS vor den Weihnachtsferien gekündigt. 

„Wir haben schon Gespräche mit Interessenten für die Nachfolge geführt. Das wird aber wohl bis zum neuen Schulhalbjahr dauern“, sagt Schulleiterin Sabine Amlung. 

Bereits der dritte Wechsel, seit Schulleiterin Amlung im Amt ist

Es wird der dritte Wechsel bei der Bewirtung sein, seit sie im Amt ist. Einen reibungslosen Übergang gebe es dabei leider nie, weil ein neuer Betreiber sich erst seinen Vorstellungen entsprechend einrichten müsse. 

„Wir arbeiten daran, möglichst schnell eine Lösung zu finden. Ich bin da positiv gestimmt.“ Ganz überraschend sei die Kündigung des Umweltbildungszentrums Licherode (UBZ) nicht gekommen. 

Kein großes Gewinngeschäft

Geschäftsführer Ahmed al Samarraie habe schon des Öfteren gesagt, dass man zusehen müsse, dass sich die Bewirtung in der JGS auch lohne. „Obwohl wir viele Schüler haben, ist das kein großes Gewinngeschäft“, sagt Amlung. Schließlich muss der Essensanbieter auch die Ferienzeiten einkalkulieren, in denen die Einnahmen ausbleiben.

Am Standort Bernhard-Faust-Straße, wo die fünften und sechsten Klassen unterrichtet werden, sorgt das UBZ hingegen weiterhin für das Mittagessen. Dort stimmt die Nachfrage – ältere Schüler seien beim Mittagessen hingegen keine besonders guten Kunden.

Fehlendes Essensangebot wird zum Problem

Das fehlende Essensangebot wird nun erst mal zum Problem, denn die minderjährigen Schüler dürfen das Schulgelände eigentlich nicht verlassen. „Die Versuchung ist natürlich groß, ins Tegut oder in die Stadt zu gehen. Das ist bezüglich Aufsicht und Unfallrisiko aber schwierig. 

Wenn es nichts zu essen gibt, ist das immer eine gewisse Störung des Schulalltags“, sagt Amlung. Die einzige erlaubte Lösung: Die Schüler müssen sich selbst etwas von zu Hause mitbringen.

Die Gespräche mit interessierten Essensanbietern führt die JGS, die Entscheidung trifft am Ende allerdings der Landkreis, der auch die Verträge abschließt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.