JGS-Schülervertretung sammelt Schul- und Sportsachen für Flüchtlinge

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Bald Lagerstätte: In der früheren Hausmeisterwohnung der Rotenburger Jakob-Grimm-Schule sollen Sachspenden für Flüchtlinge aufbewahrt werden. Schulsprecherin Alina Wenzel, rechts, und ihr Stellvertreter David Gerlach haben gemeinsam mit der Schülervertretung (SV) einen Aufruf gestartet.

Rotenburg. Seit zwei Jahren ist die Rotenburger Jakob-Grimm-Schule eine von bundesweit 1200 „Schulen gegen Rasissmus - Schulen mit Courage", ein Titel, den man erwerben und erhalten muss.

In diesem Jahr startet die Schülervertretung (SV) dafür ein neues Projekt, sie will sich für die Flüchtlinge in der Stadt einsetzen.

Vor allem geht es dabei um die etwa 60 Menschen, die bereits in Wohnungen in der Stadt untergebracht sind. Schulsprecherin Alina Wenzel hatte sich bei anderen ehrenamtlichen Unterstützern, unter anderem im Präventionsrat der Stadt, informiert, wie man am besten helfen kann. Die Idee der SV war, die Flüchtlinge mit Sachspenden zu unterstützen.

Hohe Spendenbereitschaft 

Bei einem Treffen von Vertretern des „Café international“ und anderen Helfern erfuhr die Alina, dass Spendenaufrufe nur dann sinnvoll sind, wenn man die Möglichkeit hat, das Material zu lagern und zu sichten. Außerdem sollte der Aufruf gezielt erfolgen, denn die Rotenburger spenden gern und viel - allerdings nicht immer das, was nötig ist, war die bisherige Erfahrung der Ehrenamtlichen.

Was den Flüchtlingskindern fehlt, sind Schulsachen. Ranzen, Rucksäcke, Hefte, Stifte. Ebenso Turnschuhe und Sportbekleidung - das alles natürlich in einem guten Zustand. Kreatives Spielzeug wird auch genommen, Kuscheltiere dagegen nicht.

Eine Raum für die Spenden stellt die Schule zur Verfügung: Die alte Hausmeisterwohnung darf aus Brandsicherheitsgründen nicht mehr für Unterrichtszwecke benutzt werden. Hier können Schüler und Eltern heute, Montag, sowie morgen den ganzen Tag über Spenden abgeben. Ein weiterer Abgabetermin ist am Donnerstag, 16. Juli, in den großen Pausen. „Für uns ist das ein erster Schritt, Willkommenskultur aufzubauen“, sagt der stellvertretende Schulsprecher David Gerlach. „Wir wollen einfach beginnen, Menschen aus anderen Ländern an- und aufzunehmen. Dazu gehört auch das Teilen.“

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