Junge Hirsche haben Lispenhäuser Kulturstätte übernommen

Der Vorstand derJungen Hirsche: von links Sven Ringer, Alena Hofmann, Vorsitzender Philipp Becker, Simon Becker, Patrick Kreuzberger, Sarina Behrens und Tobias Iba. Fotos: Schäfer-Marg

Lispenhausen. So etwas nennt man gern „Win-win-Situation“: Die Jungen Hirsche, seit 2011 als Verein ein Sammelbecken für alle jüngeren Lispenhäuser, die sich für ihr Dorf einsetzen wollen, brauchten ein Vereinsheim.

Und die Stadt, in deren Eigentum die Kulturstätte zurückgefallen war, nachdem die Chorvereinigung die Einrichtung nicht weiterbetreiben konnte, hatte ein Ausflugsziel zu viel. In vielen Gesprächen einigte man sich, der Verein hat das Areal nun gepachtet.

Jugendwartin Sarina Behrens sagt: „Jetzt haben wir einfach mehr Handlungsspielraum. Wir haben einen Ort, an dem wir uns treffen können, und wir können hier oben Veranstaltungen für das Dorf anbieten.“

Noch ist viel zu tun für die gut 80 Mitglieder: „Es besteht viel Modernisierungs- und Sanierungsbedarf“, sagt zweiter Vorsitzender Sven Ringer. Neue Fenster in der Küche, eine neue Küche, neue Schränke und vor allem frische Farben sollen der Kulturstätte zu einem modernerem Ambiente verhelfen.

Die Jungen Hirsche, in deren Reihen sich viele handwerklich begabte junge Leute befinden, brauchen also noch Zeit, bis ihr Heim in einem Zustand ist, der es erlaubt, auch für private Feiern der Lispenhäuser zur Verfügung zu stehen. „Anfragen haben wir jetzt schon laufend“, berichtet Vorsitzender Philipp Becker. „Aber wir sind noch nicht soweit.“ Grundsätzlich möchte der Verein aber die Tradition der Chorvereinigung fortsetzen und die Räumlichkeiten vermieten.

Tradition bewahren ist eine grundsätzliche Haltung der Jungen Hirsche. Die Lispenhäuser Kirmes zum Beispiel ist ein Fest, das alle nicht nur genießen, sondern das sie auch tatkräftig unterstützen. In diesem Jahr war der Verein einer der beiden Ausrichter. „Wir arbeiten gern fürs Dorf“, postuliert der Vorstand.

„Wir haben schon viele Vereine, aber es gibt auch Leute, die keinen Sport oder keine Musik machen wollen, aber trotzdem im Dorf aktiv sein wollen“, erklärt Philipp Becker. Da seien die Jungen Hirsche die richige Adresse. Mitglied werden können alle ab 16 Jahren - erst ab diesem Alter können sie auch tatkräftig helfen, meint Becker.

Am kommenden Samstag, 26. November, findet um 15 Uhr die offizielle Übergabe der Kulturstätte an den Verein statt. Alle Lispenhäuser sind dazu eingeladen. Natürlich gibt es Essen und Getränke.

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