Kartellbehörde hat keine Einwände gegen Verkauf ans Klinikum

Rotenburger HKZ kämpft weiter mit finanziellen Problemen

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Weiterhin finanzielle Probleme: HKZ in Rotenburg

Rotenburg. Trotz des beschlossenen Verkaufs des Herz- und Kreislaufzentrums (HKZ) ist die Rotenburger Spezialklinik noch nicht gerettet.

Dem privaten Haus, das vom kreiseigenen Klinikum Bad Hersfeld übernommen werden soll, droht noch immer die Zahlungsunfähigkeit.

HKZ-Geschäftsführer Ulrich Hornstein wollte sich auf Nachfrage nicht zu den wirtschaftlichen Schwierigkeiten äußern. Die Mitarbeiter wurden gestern in einer Betriebsversammlung über die Lage informiert. Daran nahmen auch Klinikum-Geschäftsführer Martin Ködding und Landrat Dr. Michael Koch teil.

Nach Informationen unserer Zeitung war der Januar ein besonders schlechter Monat für das HKZ – noch schlechter als der Jahresbeginn sonst ausfällt. Dadurch fehlt der Klinik, die ohnehin wirtschaftliche Schwierigkeiten hat, zusätzlich Geld, um Forderungen zu erfüllen.

Das Bundeskartellamt hat derweil keine Einwände gegen den Verkauf. Ein formelles Verfahren gab es laut Pressesprecher Michael Detering aber nicht: Weil die Umsätze der beiden Häuser nicht hoch genug sind, ist das Geschäft nicht anmeldepflichtig.

Damit der Vertrag zwischen der HKZ-Muttergesellschaft Pergola und dem Klinikum wirksam wird, müssen nun unter anderem noch die etwa 20 Millionen Euro Schulden des HKZ übertragen werden. Der Kreistag soll dazu am Montag ein Gesellschafterdarlehen ans Klinikum beschließen. Der Kreisausschuss hat laut Kreissprecher Dirk Herrmann bereits zugestimmt.

Dass das HKZ weiter Probleme hat, war am Dienstag auch Thema im Hauptausschuss der Rotenburger Stadtverordneten. Laut Hartmut Grünewald (UBR) befürchten Pergola-Kommanditisten, das HKZ finanziell stützen zu müssen, bevor der Verkauf in Kraft tritt. Erst dann dürften die angekündigten neun Millionen Euro Soforthilfe vom Klinikum ans HKZ fließen.

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