Stadtwerke investieren bis zu 900.000 Euro

Kanalsanierung in Rotenburg ist ein Dauerbrenner

Rotenburg. Noch mindestens bis November werden die Abwasserkanäle zwischen Waldweg und Heinz-Meise-Straße untersucht und saniert. 

Das erklärte der zuständige Fachbereichsleiter bei den Stadtwerken, Thorsten Anacker, auf Anfrage.

Der betroffene Bereich wird im Volksmund „Sonnenhang“ genannt und umfasst insgesamt das Gebiet rund um den Neustädter Friedhof. Auch Hausanschlussstellen werden untersucht. Sie sind besonders häufig von Schäden wie Rissen und Löchern betroffen. Durch diese schadhaften Stellen kann Abwasser austreten beziehungsweise Grundwasser eindringen.

Insgesamt ist die Stadt in 15 Sanierungsgebiete eingeteilt. Rotenburg I zum Beispiel war das Gebiet Heienbach/Altes Feld. Dort wurden die Kanäle bis zum vergangenen März untersucht und repariert.

Bis alle 15 Gebiete untersucht und repariert sind, werden etwa 15 Jahre vergangen sein, erklärte Anacker. Und dann „geht alles von vorn los. Das verlangt die Eigenkontrollverordnung nach dem Hessischen Wassergesetz“, ergänzt er. Danach müssen die Kanäle alle 15 Jahre kontrolliert werden.

Die Stadtwerke nehmen für diese Maßnahmen ordentlich Geld in die Hand: zwischen 700 000 und 900 000 Euro werden jeweils in die Kontrolle und Sanierung eines Gebietes gesteckt. Das sei auch abhängig vom Alter des Stadtgebiets. In der historischen Innenstadt, im Bereich Am Kies zum Beispiel, musste eine Million Euro investiert werden. Finanziert wird das ganze letztendlich über den Gebührenzahler. Das Abwassernetz umfasst rund 160 Kilometer.

Die Kanalrohre werden mithilfe von Robotern untersucht, über das so genannte Schlauchlineverfahren werden die schadhaften Stellen ausgebessert. Man muss also nur selten aufgraben. (sis/zmy)

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