Leichtathletin seit der fünften Klasse

Sprinterin Antonia Schell ist eine der schnellsten Frauen aller Zeiten im Kreis

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Derzeit im Kreis die Schnellste: Antonia Schell von der LGA Rotenburg-Bebra.

Rotenburg. Sie wirkt ruhig, als könne sie nichts aus der Balance bringen. Und erzählt die Geschichte, wie das alles angefangen hat mit der Leichtathletik: „Meine Mutter wollte, das ich Sport treibe“, erinnert sich Antonia Schell.

Da war sie in der fünften Klasse. Die Wahl fiel schnell auf Leichtathletik. „Das hat mir einfach am meisten Spaß gemacht“, begründet das die Rotenburgerin.

Das ist lange her: Antonia Schells Schulzeit endet in diesen Tagen; sie hat die mündlichen Abiturprüfungen an der Rotenburger Jakob-Grimm-Schule inzwischen auch hinter sich gebracht. Ihre Leichtathletik-Karriere aber, die hat im vergangenen und vor allem in diesem Jahr richtig Fahrt aufgenommen.

25,12 Sekunden – das ist die Bestzeit, die die 18-jährige A-Jugendliche seit vergangenem Wochenende zu Buche stehen hat, gelaufen über 200 Meter bei den Hessischen Meisterschaften U 20 in Bad Homburg. Damit wurde sie Dritte.

Kurvenlauf

Dass es unter den vielen Disziplinen der Leichtathletik der Sprint sein sollte, das wurde Antonia Schell bald klar. „Im Sprint kann man das Beste aus sich herausholen“, nennt sie die Faszination beim Namen. Die mittlere der drei Sprintstrecken ist ihr die liebste: „Das ist aufregender als die 100 Meter, die sind mir zu schnell vorbei. Ich mag auch den Kurvenlauf.“ Mit ihren 1,65 Metern hat sie dafür die richtige Größe – größeren Athleten wird nachgesagt, dass sie mit den engen Kurven auf der Innenbahn Probleme bekommen. Auch die 400 Meter hat sie schon probiert. „Das ist nicht das Richtige für mich“, lautet ihr ruhiges Urteil.

Diese Ruhe und Konzentration ist es, die ihre Trainer bei der LGA Rotenburg-Bebra, Wolfgang Weber und Hajo Löffler, an der 18-Jährigen schätzen. „Sie ist ein Verstandesmensch“, sagt Löffler. „Von Natur aus motiviert. Was wir ihr an Trainingsprogrammen geben, zieht sie durch. Was sie jetzt erreicht hat, hat sie sich in Jahren erarbeitet.“

Wobei der Sprung nach vorn sich noch gar nicht so lange abgezeichnet hatte. „Vor drei Jahren“, erinnert sich Wolfgang Weber, „war Antonia nicht einmal in unserer Sprintstaffel.“ Und er ergänzt: „Sie hat auch während der Zeit vor dem Abitur voll durchtrainiert und damit gezeigt, dass das Lernen und der Leistungssport vereinbar sind.“

Sport und Schule

Genau das war Antonia Schell wichtig: „Der Sport ist einfach wichtig für mich, und er war es vor allem während der Abi-Zeit. Ich wollte auch da meinen Leistungsstand halten. Ohne meinen Sport würde mir Vieles fehlen!“

Ihr Ziel sind die Süddeutschen Meisterschaften später in der Saison. Und vielleicht geht es sogar noch höher hinaus: Mit ihrer Zeit aus Kassel ist die Rotenburgerin nämlich auch für die Deutschen Meisterschaften qualifiziert.

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