Keine Lösung für Bauruine

Das ehemalige Kreisaltenzentrum in Rotenburg verkommt – Keine Investoren

Einst Terrasse, heute verwüstetes Gelände: Im und am ehemaligen Kreisaltenzentrum in Rotenburg waren Zerstörer am Werk. Das Gebäude ist in einem desolaten Zustand. Architekt Helmut Holzhauer hatte 2014 die gesamte Anlage vom Kreis für einen symbolischen Preis von drei Euro gekauft. Seit 2007 steht es leer. Foto: Schäfer-Marg

Rotenburg. Schon 2014 hatte der Bebraer Architekt Helmut Holzhauer mit seiner HoRo GmbH das ehemalige Kreisaltenzentrum auf dem Rotenburger Kratzberg für den symbolischen Preis von drei Euro gekauft. Geplant waren damals der Abriss und ein Neubau mit 65 Altenwohnungen. Passiert ist seither allerdings nichts.

Das 1967 errichtete Gebäude verfällt zusehends und ist inzwischen zum Tummelplatz für Vandalen geworden. Und eine Lösung ist nicht in Sicht. Das zeigen die Antworten auf Anfragen unserer Zeitung. „Alle bisherigen Verwertungsbemühungen des rund 17 000 Quadratmeter großen Areals sind gescheitert“, heißt es in einer Erklärung der Gruppe.

„Wir haben das unterschätzt“, räumt Holzhauer ein. Dabei sei das Gelände aufgrund der exponierten Lage entwicklungsfähig. Den Abriss könne und wolle seine Gruppe jedoch nicht vorfinanzieren, ohne über ein endgültiges Zukunftsprojekt zu verfügen. Holzhauer bedauert die Verwahrlosung an und in der Bauruine, sagt aber: „Wir können weder das Objekt noch das Areal Tag und Nacht bewachen lassen.“ Die ebenfalls zur Holzhauer-Gruppe gehörende Dieckerhoff GmbH versuche nach wie vor, einen Nutzer oder Investor zu finden.

Rotenburgs Bürgermeister Christian Grunwald erklärte, er sei auch mit dem Kreis im Gespräch über das Gebäude, zumal sich dort ein regelrechter Baustellentourismus entwickelt habe.

Was nach 2018 mit dem Gebäude passiert und wie es mit dem ehemaligen Museum für zeitgenössische Kunst, Kultur und Karikatur weitergehen soll, lesen Sie am Dienstag in der gedruckten Ausgabe und im E.Paper.

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