Geplante HKZ-Schließung

UBR bringt Resolution ein: KKH-Pläne einer neuen Kardiologie in Rotenburg unterstützen

Das Kreiskrankenhaus Rotenburg (KKH) auf dem Emanuelsberg.
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Das Rotenburger Kreiskrankenhaus auf dem Emanuelsberg.

„Tatenloses Zusehen“ der Problematik rund um das HKZ sei nicht verantwortbar, so die UBR.

Rotenburg – Die geplante Schließung des HKZ in seiner bisherigen Form und damit die Verlegung der akutmedizinischen Versorgung ans Klinikum Bad Hersfeld sowie die bereits verstrichene Zeit seit Bekanntwerden der Pläne lässt der UBR-Fraktion im Rotenburger Stadtparlament keine Ruhe. Sie hat zur nächsten Sitzung am Donnerstag, 4. November, eine Resolution vorgelegt.

Mit dieser sollen die Stadtverordneten das ebenfalls in Rotenburg ansässige Kreiskrankenhaus in seinen Plänen für den Neubau einer kardiologischen Notfallversorgung unterstützen.

„Tatenloses Zusehen“ der Problematik rund um das HKZ sei gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern Rotenburgs sowie angrenzender Kommunen und über die Landkreisgrenzen hinaus nicht verantwortbar, heißt es. Eine stationäre kardiologische Notfallversorgung sei für Menschen im nördlichen Kreis Hersfeld-Rotenburg und Teilen des Schwalm-Eder-Kreises sowie des Werra-Meißner-Kreises unabdingbar. Die Einhaltung von Rettungszeiten sei ohne eine solche Versorgung hier nicht möglich. Daher benötige man einen verlässlichen Partner in Sachen Gesundheitsversorgung.

Diesen Partner sieht die UBR im Rotenburger Kreiskrankenhaus. Dessen Klinikführung hatte bereits im Juli eigene Pläne vorgelegt, die einen Neubau mit 40 Betten und zwei Herzkatheter-Plätzen vorsehen. 20 Millionen Euro sollen investiert werden. Eine enge Zusammenarbeit mit dem Klinikum sei gewünscht, hieß es. Selbst die Trägerschaft sei offen.

Rotenburgs Bürgermeister Christian Grunwald unterstützt die Pläne ebenfalls. Auch der neue Landrat Torsten Warnecke hatte noch im Juli gesagt, dass es sich bewährt habe, in Rotenburg kardiologische Leistungen vorzuhalten und anzubieten.

Das Bebraer Stadtparlament dagegen hatte eine von den Grünen und den Freien Wählern vorgelegte Resolution zur Unterstützung der Kreiskrankenhaus-Pläne im September abgelehnt.

Nach dem Plan der Geschäftsführung des Klinikums Hersfeld-Rotenburg müssten außer eines Reha-Zentrums alle medizinischen Abteilungen nach Bad Hersfeld verlagert werden, damit notwendige Zuschüsse aus dem Krankenhausstrukturfonds ans Klinikum fließen könnten. Die Geschäftsführung habe untermauert, dass keine Doppelstrukturen innerhalb des Landkreises sinnhaft seien. „Hierzu muss unterstellt werden, dass die rein wirtschaftliche Betrachtung dieser Angelegenheit über die Rettung von Menschenleben gestellt wird. Das ist nicht hinnehmbar“, heißt es wörtlich in der Resolution. Menschen innerhalb vorgegebener Rettungszeiten notfallmedizinisch zu versorgen, müsse erste Priorität haben. (Silke Schäfer-Marg)

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