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Klinikum-Neubau in Bad Hersfeld wird teurer: „Deutlich mehr als 150 Millionen Euro“

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Von: Sebastian Schaffner

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Informierten bei einer Bürgerversammlung in Rotenburg über die Klinik-Umstrukturierung im Kreis Hersfeld-Rotenburg: von links Landrat Torsten Warnecke, Erster Beigeordneter Dirk Noll, Rolf Weigel (Geschäftsführer des Klinikums Hersfeld-Rotenburg) und der neue medizinische Direktor Dr. Dalibor Bockelmann des kommunalen Klinikverbundes.
Informierten bei einer Bürgerversammlung in Rotenburg über die Klinik-Umstrukturierung im Kreis Hersfeld-Rotenburg: von links Landrat Torsten Warnecke, Erster Beigeordneter Dirk Noll, Rolf Weigel (Geschäftsführer des Klinikums Hersfeld-Rotenburg) und der neue medizinische Direktor Dr. Dalibor Bockelmann des kommunalen Klinikverbundes. © Sebastian Schaffner

Bei einer Bürgerversammlung in Rotenburg haben Vertreter von Kliniken und Kreispolitik über die Umstrukturierung der Kliniklandschaft im Kreis Hersfeld-Rotenburg informiert.

Rotenburg/Bad Hersfeld – Der geplante Neubau am Klinikum Bad Hersfeld wird wohl deutlich teurer als bisher bekannt. Landrat Torsten Warnecke (SPD) sagte in Rotenburg, dass er mittlerweile von „deutlich mehr als 150 Millionen Euro“ ausgehe. Bislang war die Rede von rund 100 Millionen Euro.

Warnecke, der zugleich Aufsichtsratsvorsitzender des kommunalen Klinikkonzerns ist, hatte im Kreistag zuletzt zwar angedeutet, dass diese Summe auch aufgrund von Baukostensteigerungen wohl nicht ausreichen werde. Konkrete Zahlen hatten er und Geschäftsführer Rolf Weigel mit Verweis auf vertrauliche Gespräche mit dem Land Hessen wegen des erhofften Fördergelds aber bisher nicht genannt.

Bei der Bürgerversammlung im Studienzentrum der Finanzverwaltung und Justiz ging es um die Umstrukturierung der Kliniklandschaft, die von der Gesellschafterversammlung des finanziell angeschlagenen Klinikums im Herbst 2020 eingeleitet worden war. Eingeladen zu der öffentlichen Diskussionsrunde hatte Rotenburgs Stadtverordnetenvorsteher Thomas Nölke (SPD) Spitzenvertreter der heimischen Krankenhäuser. Während der fast dreistündigen Veranstaltung stellten die Zuschauer zahlreiche Fragen und sparten auch nicht an Kritik an der geplanten Verlagerung des HKZ in die Kreisstadt. Vor allem Klinikum-Geschäftsführer Rolf Weigel hatte einen schweren Stand.

Mehrere Gäste äußerten ihr Bedauern darüber, dass viele Klappsitze im Audimax des Studienzentrums, das Sitzplätze für 275 Gäste bietet, unbesetzt geblieben waren. Nölkes Einladung gefolgt waren rund 100 Menschen.

Eine weitere Erkenntnis des weitestgehend sachlich verlaufenden Abends steuerte Dr. Martin Oechsner bei, medizinischer Geschäftsführer des Rotenburger Kreiskrankenhauses (KKH). Das KKH hatte im Sommer des vergangenen Jahres bekannt gegeben, dass es nach dem beschlossenen HKZ-Aus in Rotenburg selbst eine Kardiologie aufbauen wolle. Oechsner sagte, dass das KKH inzwischen nicht mehr mit 40, sondern nur noch mit 25 Betten plane. (Sebastian Schaffner)

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