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Design-Entwurf für neues BVB-Trikot stammt von Ex-Rotenburger

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Rotenburg/Appen – Werden die Fußballprofis von Borussia Dortmund künftig bei Heimspielen in einem Trikot auflaufen, dessen Design ein ehemaliger Rotenburger entworfen hat? Möglich ist das: Bei einem Wettbewerb, den der BVB ausgeschrieben hat, ist der Entwurf von André Kretzing unter den letzten Neun, die zur Auswahl stehen. Etwa 15 000 Entwürfe wurden eingereicht.

André Kretzing bei einem Besuch im Signal-Iduna-Park, der Heimspielstätte von Borussia Dortmund.
Wo alles schwarz und gelb ist: André Kretzing bei einem Besuch im Signal-Iduna-Park, der Heimspielstätte von Borussia Dortmund. © privat/nh

Aber der Reihe nach.

Der Fan

André Kretzing, der seine Jugend und Schulzeit in Rotenburg verbrachte und in den 90er-Jahren als freier Mitarbeiter auch für unsere Zeitung Sportberichte schrieb, ist seit eben dieser Zeit glühender Anhänger der Borussen. „Eine besondere Beziehung zu Dortmund oder zum Ruhrgebiet habe ich nicht“, sagt er. Aber dass die Liebe zu den Schwarz-Gelben mit den Erfolgen jener Zeit zusammenhängt, schließt er nicht aus. Der BVB wurde 1995 und 1996 Deutscher Meister und 1997 gegen Juventus Turin Champions-League-Sieger.

Kretzing lebt mittlerweile mit seiner Familie in Appen nahe Hamburg – der Weg in den Signal-Iduna-Park ist somit arg weit. „Ich kann leider nur sehr selten im Stadion sein“, bedauert er. Dabei waren seine Frau Sandra und er allerdings beim Champions-League-Finale 2013 in London. „Ein fantastisches Erlebnis“, schwärmt Kretzing – auch wenn der FC Bayern dem BVB mit dem 2:1 damals die ganz große Party verdarb.

Der Wettbewerb

Anfang Januar las André Kretzing in den Sozialen Medien vom Wettbewerb „Design datt Ding“: Es galt, einen Entwurf für das Heimtrikot der Borussen für die Spielzeit 2023/24 zu erstellen. Kretzings Ehrgeiz war geweckt. Der 42-Jährige, der in der Lebensmittelbranche arbeitet und mit Design „überhaupt nichts zu tun“ hat, schnappte sich das Computerprogramm Corel Draw, überlegte, zeichnete, entwarf, verwarf und entwarf erneut. Zwei bis drei Stunden lang tüftelte er. Heraus kam ein Trikot in gelber Grundfarbe mit zwei schrägen Streifen an den Körperseiten. „Mit der Zeichnung, die an einen Kohlestrich erinnert, habe ich das Herz des Ruhrgebietes auf dem Trikot verewigt“, schrieb er zu seinem Entwurf. Er schickte ihn ein.

„Mitte Februar kam dann ein Anruf aus Dortmund. Mein Vorschlag sei unter den besten 500 aus 15 000, hieß es“, erinnert sich Kretzing. Dann ging alles ganz schnell. Eine druckfähige Vorlage wurde erstellt. Ein zunächst vorgesehenes Treffen in Dortmund wurde abgesagt – stattdessen erhielt Kretzing die Nachricht, sein Vorschlag sei unter den besten Neun.

Und jetzt?

„Über die Vorschläge kann man ab sofort im Internet abstimmen – auf der Seite „kit.bvb.de“. Dort kann man die neun Entwürfe begutachten, muss sich registrieren und dann seine drei Favoriten nennen.

„Jetzt heißt es lange warten“, sagt Kretzing. Am 18. März endet die Abstimmung, doch dann werden erst die Schöpfer der Entwürfe einzeln mit einer Homestory vorgestellt, bevor das Endergebnis bekanntgegeben wird.

André Kretzing, ehemals aus Rotenburg, Trikotentwurf für Borussia Dortmund
So sieht er aus, der Trikotentwurf von André Kretzing. Laufen die Borussen bald so auf? © Borussia Dortmund/nh

Der Sieger bekommt Tickets für ein internationales Auswärtsspiel der Borussen und zudem zehn VIP-Karten für ein Heimspiel im Signal-Iduna-Park.

„Aber der größte Preis“, sagt André Kretzing ganz klar, „wäre die Ehre, dass die Jungs in meinen Trikots auflaufen.“ Näher könnte er ihnen dann auch im hohen Norden kaum sein.

kit.bvb.de 

(Rainer Henkel)

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