HNA-Meinung

Kommentar zum Aus der Alheimer-Kaserne: "Ein Schlag ins Gesicht"

Rotenburg. Trotz 40-Millionen-Sanierung und Protesten wegen Steuergeldverschwendung wird die Alheimer-Kaserne geschlossen. Ein Kommentar von Marcus Janz.

Es gab eine kleine Hoffnung für die Alheimer-Kaserne. Da war die Kritik des Wehrbeauftragten an der Schließung sanierter Kasernen; die 750 Millionen Euro, die in Schimmelunterkünfte gesteckt werden müssen; der breite Protest gegen Steuerverschwendung; der Vorschlag für einen Runden Tisch, den Ursula von der Leyen nicht gleich abgelehnt hat. Und doch: Die Ministerin bleibt hart und macht die Kaserne dicht.

Dabei ist sie nicht völlig uneinsichtig: Andere Standorte werden gerettet. Das bislang unantastbare Stationierungskonzept wird doch noch einmal umgeschrieben. Aber eben nicht für Rotenburg.

Dafür mag es sogar Gründe geben. Offiziell genannt werden sie allerdings nicht. Und so lange bleibt es eine unverständliche, eine falsche Entscheidung. Mehr noch: Die militärisch knappe Antwort aus dem Ministerium ist für die vielen Menschen, die sich für die Kaserne eingesetzt haben, ein Schlag ins Gesicht. Und auch für die Soldaten, die nun aus guten Unterkünften in marode Baracken umziehen müssen.

Lesen Sie dazu auch: Trotz 40-Millionen-Sanierung wird die Alheimer-Kaserne geschlossen

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