Kommentar: Widerliche Gerüchte vergiften die Stimmung

Rotenburg. Seitdem Asylbewerber in der Alheimer-Kaserne wohnen, machen haltlose Gerüchte von Diebstählen und Gewalt die Runde. Dazu ein Kommentar von Marcus Janz.

Rotenburgs Stadtbild hat sich verändert. In kleinen Gruppen sieht man die Flüchtlinge auf dem Marktplatz und in den Geschäften. Auch wenn die Gerüchteküche etwas anderes behauptet: Die Menschen, die das Treiben in der Stadt direkt beobachten, sind sich einig: Es gibt keine Probleme, die Asylbewerber verhalten sich vorbildlich, sind freundlich, und das Zusammenleben funktioniert. Warum auch nicht? So hat man es sich gewünscht.

Diese Gerüchte, die in der Stadt und auf Facebook die Runde machen, sind widerlich. Sie haben keine Grundlage und offenbar nur ein Ziel: die Flüchtlinge zu diskreditieren, Angst zu säen und die Stimmung in der Stadt zu vergiften.

Sollte es Probleme geben, müssen sie offen angesprochen werden. Und die hässlichen Vorkommnisse an anderen Orten mit Flüchtlingslagern mahnen zur Wachsamkeit. Aber zunächst einmal muss man die Situation in Rotenburg so bewerten, wie sie ist. Und die ist gut. Derzeit sind diejenigen, die böse Gerüchte streuen, die einzigen, die dafür sorgen, dass sich das ändert.

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