Nur Grüne und CDU waren für den Verkauf

Kreistag stoppt Verkauf der Ferienstätte Meeschendorf

Bad Hersfeld. Der Landkreis Hersfeld-Rotenburg wird seine Ferienstätte in Meeschendorf nicht verkaufen. Der Kreistag lehnte das Kaufangebot über 2,18 Millionen Euro ab.

Die Entscheidung fiel in einer emotional aufgeladenen Sitzung am Montagnachmittag. Für den Preis von 2,18 Millionen Euro wollten sich nur die 18 CDU-Abgeordneten und drei der Grünen von der Erholungsstätte auf Fehmarn trennen. 

Mit 37 Abgeordneten sprach sich hingegen eine überraschend große Mehrheit vor voll besetzten Zuschauerplätzen gegen den Verkauf aus. Damit ist der im Februar gefasste Beschluss, die Ferienstätte grundsätzlich verkaufen zu wollen, sofern der Preis stimmt, vom Tisch.

Es gibt noch keinen konkreten Fahrplan für die Zukunft der Ferienstätte

Ein Kaufangebot müsste erneut sämtliche Gremien samt Bieterverfahren durchlaufen. Wie es mit der Ferienstätte jetzt konkret weitergeht, steht noch nicht fest. 

Linke und die AfD hatten sich bereits im Frühjahr klar für den Erhalt der Ferienstätte ausgesprochen. Nun sahen das auch FDP und FWG so. 

Für die SPD sei vor allem der gebotene Verkaufspreis zu niedrig, machte Fraktionschef Manfred Fehr deutlich. Ein Gutachten hatte einen Wert von rund einer Million Euro ergeben. Die Grundstückspreise an der Ostsee entwickelten sich positiv, sagte Fehr und warf die Frage auf, warum das ausgerechnet in Meeschendorf nicht so sein sollte.

CDU: Das Geld lieber in die Schulen des Landkreises investieren

Die begrenzten Mittel sollten lieber vor Ort im Landkreis für Schulen, Straßen und das Gesundheitswesen eingesetzt werden, hielt Timo Lübeck von der CDU dagegen: „Das ist eine Frage der Prioritätensetzung.“ 

Die Grünen stimmten ebenfalls für den Verkauf – wollten mit dem wegfallenden Defizit allerdings finanziell bedürftige Familien bei ihren Urlauben unterstützen. Die Parlamentarier entschieden zudem, am geplanten Anbau der Kreisverwaltung festzuhalten.

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