Die Kreisverkehrswacht unterrichtet Flüchtlinge im Fahrradfahren

Hier gilt: Vorsicht bei der Fahrbahnüberquerung. Die Kreisverkehrswacht lehrt Flüchtlinge den sicheren Umgang mit dem Fahrrad im Straßenverkehr. Unser Bild zeigt von links die freiwilligen Helfer Biggi Stein , Horst Kunkel und Diether Bostelmann an einer Rotenburger Fußgängerampel. Foto: Ernst

Rotenburg. Die Kreisverkehrswacht (KVW) leistet einen wichtigen Beitrag zur Integration. Asylbewerbern lernen das richtige Verhalten und die Regeln des Straßenverkehrs.

„Wir möchten, dass die im Landkreis untergebrachten Flüchtlinge die Verkehrsregeln beherrschen und sich richtig verhalten. Es liegt uns viel daran, einen Beitrag zur Sicherheit dieser Menschen zu leisten“, erklärt der Vorsitzende der KVW, Reinhold Bleß.

Jeder Teilnehmer wird zu Beginn des zweitägigen Kurses mit Helm und Warnweste ausgestattet. Zum Teil wurden auch Fahrräder gekauft und an die Flüchtlinge verliehen, damit jeder am Kurs teilnehmen kann.

Am ersten Tag gibt es Theoriestunden in der Jugendverkehrsschule Bebra. Gelehrt wird, was die Verkehrschilder bedeuten und was ein sicheres Fahrrad ausmacht. Im Anschluss gibt es Praxisstunden. Am zweiten Tag dürfen die Asylbewerber ihr neu erworbenes Können auf der Straße unter Beweis stellen.

Die Teilnehmer aus Afghanistan, Syrien und Eritrea haben bisher keine Probleme bei der Ausbildung. Sprachlich klappe alles gut und die Gruppen seien sehr ehrgeizig, sagt Reinhold Bleß. Es gäbe auch keine Probleme untereinander, denn alle hätten viel Spaß am Radfahren.

Das gesamte Projekt entstand durch Zufall. In den vergangenen Monaten wurden viele Asylbewerber in Unterkünfte des Landkreises verteilt. Es kam zu Spendenaufrufen.

Neben Kleidung und Verpflegung kamen auch Fahrräder im ehemaligen Hotel Immensee in Ronshausen an. „Die Räder waren zum Teil in einem miserablen Zustand“, berichtet Bleß. Anfangs sollten die Fahrräder lediglich repariert werden. Doch dann stellte sich heraus, dass einige Flüchtlinge nie gelernt hatten, Fahrrad zu fahren. In Absprache mit der KVW wurde die Radfahrausbildung für Flüchtlinge der Alheimer-Kaserne Rotenburg, aus Neuenstein-Mühlbach und vom Wehneberg in Bad Hersfeld geplant.

Dem Projekt schlossen sich viele freiwilige Helfer an – in Rotenburg bilden Biggi Stein und Horst Kunkel ein Team. Stein ist Kinder- und Jugendhelferin der evangelischen Gemeinde und im Umgang mit den jungen Teilnehmern vertraut.

Kunkel dagegen ist vor allem für alle Reperaturen an den Fahrrädern zuständig. Sein Wissen gibt er gern an die Kursteilnehmer weiter: „Ich habe früher bei der Bundeswehr in der Werkstatt gearbeitet – deswegen bilde ich mir ein, ein wenig schrauben zu können“, sagt er und grinst.

Von Pascal Ernst

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