Aufsichtsrat hatte nicht genug Stimmen auf seiner Seite

Neue Details: Kritiker hätten den Verkauf des HKZ verhindern können

+
Wird an das Klinikum Bad Hersfeld verkauft: das Herz- und Kreislaufzentrum Rotenburg (HKZ).

Rotenburg. Mit 98 Prozent Zustimmung wird das HKZ Rotenburg verkauft. Dabei hätten die Kritiker das Geschäft mit dem Klinikum Bad Hersfeld aus eigener Kraft verhindern können.

Nach der Entscheidung über den Verkauf des Herz- und Kreislaufzentrums werden Details aus der Gesellschafterversammlung bekannt. Der Aufsichtsrat der HKZ-Muttergesellschaft Pergola verfügte nach Informationen unserer Zeitung nicht über die notwendigen Stimmen, um den Verkauf abzuschließen.

Von den rund 77.000 Anteilen, die auf 834 Kommanditisten verteilt sind, waren am Donnerstag 55.212 Anteile persönlich oder durch Stimmübertragung vertreten. Der Verkauf des Pergola-Anteils am HKZ brauchte 75 Prozent Zustimmung.

Eine Gruppe um den Gesellschafter Ludwig Hoos aus Schöneck konnte jedoch über mehr als 15.000 Anteile verfügen - genug, um das Geschäft zu verhindern. Hoos und andere übten scharfe Kritik an Aufsichtsrat und Geschäftsführung, von denen sich die Kritiker nicht ausreichend über die Entwicklung des HKZ informiert fühlten.

In einer langen, hitzigen Diskussion wurde deutlich, dass nur die Wahl zwischen dem Verkauf und einer Insolvenz des HKZ bestand. Beobachter berichten, dass letztlich auch Hoos diese Zwänge akzeptierte. Mit seinen Stimmen kam dann die überwältigende Mehrheit für den Verkauf zustande.

Lesen Sie auch:

98 Prozent Zustimmung: Verkauf des HKZ ans Klinikum ist perfekt

HKZ-Gesellschafter beraten über Verkauf der Klinik

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.