Der Kuckuck und der Esel: Ein Kunstwerk zum Ortsjubiläum von Braach

Enthüllten das Kuckuck- und Esel-Kunstwerk auf dem Braacher Wohnmobilplatz (von links): Bürgermeister Christian Grunwald, Ortsvorsteher Claus Riemenschneider, Umweltbeauftragter Heinrich Wacker und Künstler Martin Schaub. Fotos: Meyer

Braach. Die Feiern zum 1250-jährigen Bestehen Braachs haben am Freitag mit der Entüllung eines Kunstwerks auf dem Braacher Wohnmobilplatz begonnen.

Viele Braacher versammelten sich, um bei der Einweihung des Kunstwerks dabei zu sein. Spontan bildeten sie einen Chor und sangen, passend zum Kunstwerk, gemeinsam das Kinderlied vom Kuckuck und vom Esel.

In mehrwöchiger Arbeit hatte der Braacher Künstler Martin Schaub die Reliefs eines Kuckucks- und eines Eselskopfes in zwei große Sandsteinblöcke gehauen. Sie begrenzen den Sitzkreis aus Holzbänken rund um eine Linde, die seit Kurzem in der Mitte des Wohnmobilplatzes wächst.

Den Gästen erklärte Martin Schaub die Idee hinter seinem Werk: Nicht nur, dass die Braacher sich seit Langem mit dem Kuckuck identifizieren und den beliebten Bauernmarkt nach ihm benannt hätten. Kuckuck und Esel aus dem Kinderlied stünden für Versöhnung nach dem Streit und somit für Zusammenarbeit und Zusammenhalt.

Initiiert hatte Kunstwerk und Sitzgruppe der Umweltbeauftragte der Stadt, Heinrich Wacker. Die Sandsteine aus dem Cornberger Steinbruch lagen ungenutzt auf dem Bauhof, und die Stadt überließ sie den Braachern. Die Holzbänke, berichtete Wacker, fertigte Thomas Bühner aus Ahornstämmen vom Kegelsköpfchen bei Braach. Kai Berger spendierte Steine als Auflagen. Die Sommerlinde, so Wacker, werde eine breite Krone haben und könne 1000 Jahre alt werden.

„Was ihr geschaffen habt, ist nicht mit Geld zu bezahlen“, lobte Ortvorsteher Claus Riemenschneider, und Bürgermeister Christian Grunwald nannte Schaub einen Menschen, der mit Kopf, Herz und Händen Dinge schafft, die bleiben.

Anschließend stellten die Braacher vor dem Dorfgemeinschaftshaus den Maibaum auf. Vom 14. bis 17. Mai feiern sie ihr Jubiläum mit Heimatabend und stehendem Festzug.

Von Achim Meyer

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