Porträt

Künftiger Chef: Marcus Webers Herz hängt am THW Rotenburg

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Nur fürs Foto auf dem „Bock“: Marcus Weber ist als neuer THW-Ortsverbandsvorsitzender jetzt eher am Schreibtisch und in der Koordination von Einsätzen tätig. Fahren kann er aber alle Gerätschaften des THW. 

Marcus Weber ist bald Chef des THW Rotenburg. Seit 25 Jahren ist er Mitglied. Mit einem Griff fing alles an. 

Es war der Rautekgriff, der Marcus Weber angefixt hatte: Diesen Rettungsgriff, mit dem man auch schwere Menschen aus einem Gefahrenbereich ziehen kann, hatte ein Mitschüler in der Grundschule vorgeführt. Und gelernt hatte der Junge ihn im THW-Ortsverband Rotenburg. Dort wollte Marcus Weber dann unbedingt auch eintreten.

Das war vor 25 Jahren. Am kommenden Freitag wird der 35-jährige Weber zum Ortsbeauftragten des Technischen Hilfswerks in Rotenburg ernannt. Damit ist er praktisch ehrenamtlicher Behördenleiter, denn das THW ist eine Bundesanstalt (siehe Hintergrund).

Marcus Weber hilft gerne anderen

Technische Fertigkeiten, verbunden mit dem Wunsch, anderen zu helfen – das war damals Marcus Webers Motivation und ist es bis heute geblieben. Der in Rotenburg geborene und aufgewachsene Polizeibeamte sagt: „Das THW hat sich als Konstante durch alle meine Lebensabschnitte gezogen. Mein Herz hängt daran.“

Rund 45 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer im Ortsverband teilen diese Leidenschaft und bilden die Basis der Hilfsorganisation. Hinzu kommt der Stab aus Zug- und Gruppenführern. Allen gemeinsam ist das regelmäßige Trainieren von Fertigkeiten. 

Das beginnt schon in der Kinder- und Jugendabteilung, wo die Jüngsten bestimmte Knoten, Erste Hilfe, das Erkunden von Einsatzstellen oder das Aufbinden von Verletzten auf Tragen üben. Rund 20 Kinder und Jugendliche sind im THW engagiert.

Weber war viele Jahre Jugendleiter

Auch Marcus Weber hat lange als Jugendleiter im Führungsteam mitgearbeitet und genießt bis heute – wenn es die Zeit erlaubt – auch die spielerischen Elemente der Ausbildung, war schon als Betreuer bei Landes- und Bundeslagern dabei. Nachwuchs generiert der THW-Ortsverband zum Beispiel einmal jährlich beim „Tag des THW“ in der Grundschule in Rotenburg, wo die Kinder die Technik und wie man sie einsetzen kann spielerisch miterleben können.

Weber trägt als Ortsbeauftragter die Verantwortung

Die Technik, der Umgang mit Fahrzeugen, Wasseraufbereitungsanlagen, Stützen und vielem anderen, der eigentliche Einsatz – das alles liegt mehr oder weniger hinter dem leidenschaftlichen Motorradfahrer: „Es muss auch jemanden geben, der ins Büro geht“, sagt er. Als Ortsbeauftragter trägt er die Verantwortung („Immer im Team“) für eine funktionierende Rettungsanstalt und muss entsprechende schriftliche Aufgaben übernehmen. 

Darauf konnte er sich zuvor schon als Stellvertreter des bisherigen Leiters Carsten Klein vorbereiten, mit dem er nun praktisch das Amt tauscht. Zur offiziellen Ernennung Webers am Freitag wird das THW ab 17 Uhr seine Fahrzeuge auf dem Marktplatz zeigen.

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