Rotenburg braucht mehr Unterstützung

Land müsste sich stärker für Zukunft der Alheimer-Kaserne einsetzen

Was wird aus der Kaserne? Im Zuge einer Machbarkeitsstudie sollen zwei Szenarien für eine zivile Nutzung ausgearbeitet werden. Was von den Gebäuden übrig bleibt, ist bislang völlig offen. Das Luftbild stammt bereits aus dem Jahr 2004, noch bevor zahlreiche Gebäude auf dem Gelände aufwendig saniert wurden. Anfang 2016 will die Bundeswehr den Standort vollständig verlassen. Archivfoto: Schaake

Rotenburg. Eine dritte Fuldabrücke und der Einzug einer großen Behörde sind wichtige Voraussetzungen, damit die Alheimer-Kaserne eine zivil Zukunft hat. Deshalb wird in Rotenburg nun gefordert, dass sich das Land Hessen stärker bei der Konversion des Bundeswehrstandorts engagieren soll.

„Wir sind ein bisschen bestürzt, dass das Land so eine Zurückhaltung übt und gar nicht meint, Rotenburg unterstützen zu müssen“, sagte Heiko Schultz vom Beratungsunternehmen Firu während einer Informationsveranstaltung für Stadtverordnete. Firu erarbeitet eine Machbarkeitsstudie, wie die Kaserne vermarktet werden kann, wenn die Bundeswehr 2016 abrückt.

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Laut Schultz kommt der Verkehrsanbindung des Geländes eine zentrale Rolle zu, um Firmen anzulocken: „Wenn diese dritte Fuldabrücke da wäre, stünden die Chancen für eine Gewerbeansiedlung deutlich besser.“ Dass der überörtliche Verkehr durch die Rotenburger Altstadt fahren müsse, sei „das größte Entwicklungshindernis“ für das Kasernengelände.

Zweiter „Pferdefuß“ sei, dass bislang keine Aussicht besteht, eine öffentliche Behörde anzusiedeln: „Wenn Konversion im ländlichen Raum gelingen soll, braucht es in der Regel eine Impulsfunktion durch eine Nutzung des Landes oder des Bundes“, sagte Schultz, dessen Firma seit 20 Jahren Konversionsprojekte begleitet. Alle Gespräche seien ohne Ergebnis geblieben.

Bürgermeister Christian Grunwald erinnerte an das Versprechen von Ministerpräsident Volker Bouffier, das Land werde die dritte Fulda-brücke bauen. „Dieses Versprechen würden wir gerne gegen eine Landesbehörde eintauschen, die hier einzieht.“

CDU-Landtagsabgeordnete Lena Arnoldt sagte gegenüber unserer Zeitung, derzeit würden Gespräche mit einem privaten Träger einer Bildungseinrichtung geführt. Das Ergebnis sei aber noch offen.

Von Marcus Janz 

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Archivvideo zum Auflösungsappell:

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