Handball-Landesliga-Nachlese

Lange ohne Biss verteidigt:  Baunataler bereiteten der TG Rotenburg Kopfzerbrechen

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Er hatte am Samstag großen Redebedarf: Uwe Mäusgeier, im TGR-Trainerduo vor allem für die Abwehr zuständig, gefiel lange Zeit nicht, was er von ihr zu sehen bekam.

Rotenburg. Mit etwas Abstand relativiert sich manches. Das musste am Samstagabend auch Robert Nolte nach dem 25:25 seiner TG Rotenburg gegen Baunatal mal wieder erkennen.

Der Coach der Landesliga-Handballer hatte er sich einen der beiden Schiedsrichter noch aufgebracht verbal zur Brust genommen: „Du pfeifst 50 Minuten richtig gut, aber die letzten zehn Minuten....“

Nur kurz darauf hatte sich Robert Nolte wieder gefasst. „Es lag nicht an den Schiedsrichtern, dass wir nicht gewonnen haben. Das haben wir uns selbst zuzuschreiben. Ich werde jetzt auch gleich zu den Schiedsrichtern gehen und mich entschuldigen.“ Manche Spielsituation sieht man in der Hitze des Gefechts eben durchaus mal so, wie man sie gerne sehen möchte. Zumal, wenn es hektisch zugeht auf dem Feld und das Blut in den Adern pulsiert.

Zum Spiel selbst hatte das Rotenburger Trainerduo Robert Nolte und Uwe Mäusgeier aber auch einiges zu sagen. Schon zur Pause, beim 11:15-Rückstand, wusste Uwe Mäusgeier, woran es gehapert hatte: „Wir müssen die Angriff der Baunataler unterbrechen, wir dürfen sie nicht spielen lassen - so wie wir das in den ersten Minuten gemacht haben. da haben wir gut verschoben.“ Zu Beginn des zweiten Durchgangs, vor allem aber in der Schlussphase - in der 50. Minute hatte die TGR noch mit 21:24 in Rückstand gelegen - sah er dann, was er eigentlich über die volle Distanz sehen wollte: Eine Rotenburger Abwehr mit Biss, die dem Gegner keine Freiheiten mehr gestattete.

Keine Laufkundschaft

Allerdings war Gegner Baunatal ja auch keine Laufkundschaft. „Die stehen nicht zufällig auf dem vierten Platz. Das ist eine technisch gute, individuell starke Mannschaft“, lobte Robert Nolte die HSG. Ihrem Trainer Tobias Oschmann, der aus gesundheitlichen Gründen nicht auflief, bescheinigte er: „Der Tobi hat seine Mannschaft sehr gut auf uns eingestellt.“

So stellte die Baunataler Abwehr den Raum am Kreis sehr gut zu. „Wir haben es mit unseren vielen Versuchen, Phillip Debus am Kreis anzuspielen, in der ersten Halbzeit aber auch übertrieben“, sagte Robert Nolte.

Schwierigkeiten für seine Rotenburger sah er auch gegen den 4:2-Angriff der Gäste. Der hätte der TGR „mit zwei guten Kreisläufern und zwei guten Halben“ reichlich Kopfzerbrechen bereitet. „Da haben wir keinen Zugriff bekommen.“

Zum Glück hatten die Hausherren ja einen Boze Balic. Obwohl er gehandicapt war, biss er auf die Zähne, erzielte sieben Treffer und trug damit entscheidend zum Punktgewinn bei - und damit zugleich dazu, dass sich die Gemüter nach dem Schlusspfiff bald wieder beruhigt hatten.

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