Ausschuss ringt um Lösung

Ein Lift fürs Dorfgemeinschaftshaus Erkshausen

Die Treppe soll weg: Der Zugang zum Dorfgemeinschaftshaus Erkshausen soll in diesem Jahr barrierefrei gestaltet werden. Das sieht der Haushaltsplanentwurf vor, über den die Stadtverordneten heute entscheiden. Ein Lift zum Saal im Obergeschoss ist im Investitionsprogramm 2016 vorgesehen – war bei Kommunalpolitikern allerdings umstritten. Fotos: Schäfer-Marg

Erkshausen. Das Dorfgemeinschaftshaus Erkshausen ist für Menschen mit Gehbehinderungen derzeit schwer erreichbar: Das soll sich - zumindest teilweise - jetzt ändern.

Den Haupteingang kann man nur über zwei Treppen erreichen, der Saal befindet sich im Obergeschoss - ebenfalls nur über eine schmale Treppe erreichbar.

59.000 Euro stehen im Haushaltsplan 2015 und im Finanzplan für 2016 für Investitionen am Gemeindschaftshaus, über die die Stadtverordneten am Donnerstagabend endgültig entscheiden. Im Haupt- und Finanzausschuss wurde noch einmal ausgiebig diskutiert. Unstrittig ist demnach, dass der Treppenaufgang zum Gebäude in diesem Jahr entfernt und durch einen sacht ansteigenden Weg ersetzt werden soll. Die Pläne, so berichtet Ortsvorsteher Hermann Schade, gibt es bereits.

Die Erkshäuser wünschen allerdings auch noch einen Lift für das Gebäude, um Gehbehinderten einen Zugang zum Saal und von dort aus auch den Weg zur Toilette zu ermöglichen. Die SPD hatte alternativ vorgeschlagen, die Treppe am Hintereingang durch eine Rampe zu ersetzen und einen Weg außen um das Gebäude herum als Zugang zu den Toiletten zu schaffen. Für den Ortsvorsteher ein Unding: „Ich lade alle ein, so einen Außenweg mit dem Rollstuhl zu befahren - vor allem im Winter.“ Schützenhilfe bekam er von Bürgermeister Christian Grunwald: „Wie zumutbar ist es, ältere Menschen mit Rollator bei Minusgraden auf den Außenweg zu schicken? Außenherum ist Murks“, befand er.

Es ging in der Debatte vor allem um Kosten: Ob es sinnvoll sei für wenige Nutzer so viel Geld auszugeben, fragte Hartmut Grünewald (UBR). Der Bürgermeister warnte vor einer solchen Debatte: Die Stadt ende nicht vor dem Haselgrund. Man müsse die Dorfkerne stärken, damit die Menschen dort wohnen bleiben und die Infrastruktur nutzen. Sollte das Projekt gestrichen werden, sei dies ein gefährliches Signal an die Menschen, die sich noch in den Dörfern engagieren und zum Beispiel dem Bauhof viel Arbeit abnähmen.

Der Ausschuss empfahl, das Projekt im Finanzplan 2016 zu lassen und nach einer passenden Lift-Lösung für das Gemeinschaftshaus zu suchen.

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