Überstunden für NBA-Duo

Im Medienfokus: Basketball Nationalmannschaft trainiert in Rotenburg

Gefragter Gesprächspartner: NBA-Profi und Basketball-Nationalspieler Dennis Schröder beim Fernsehinterview. Fotos: Marth

Rotenburg. Eine Handvoll Fans hat Wind bekommen und wartet mit gezückten Handys auf die Spieler: Ein Erinnerungsfoto, das muss sein, Deutschlands besten Basketballern steht man schließlich nicht alle Tage gegenüber.

Ganz offiziell auf Fotojagd sind dagegen etliche Medienvertreter. Schon die Autos diverser Fernsehsender vor der Sporthalle verraten, wie groß das Interesse an der Nationalmannschaft in diesem Sommer ist.

In wenigen Wochen steht die Europameisterschaft an, vom 5. bis 20. September wird sie in Berlin und anderen europäischen Städten ausgetragen. Um gut gewappnet zu sein, absolvieren Bundestrainer Chris Fleming und sein Team derzeit ein straffes Vorbereitungsprogramm. Zum dritten Mal in Folge machen sie dabei auch in diesem Jahr wieder Station in Rotenburg.

Während sich so mancher Spieler direkt nach dem Medientraining am Mittwoch in Richtung Dusche schleichen kann, müssen vor allem die „zwei Neuen“ Überstunden schieben. Dennis Schröder und Tibor Pleiß stehen im Fokus des Interesses, denn am Dienstag sind sie in das Teamtraining eingestiegen. Neben Dirk Nowitzki, der in wenigen Tagen zur Mannschaft stößt, wird im Herbst vor allem von ihnen einiges erwartet, denn sie spielen (künftig) in der NBA, der besten Basketball-Liga der Welt.

Erst Mitte Juli hat Pleiß bei den Utah Jazz unterschrieben, für Urlaub blieb daher keine Zeit. Als Stress möchte der 25-Jährige die vergangenen Monate trotzdem nicht bezeichnen, „aufregend“ scheint ihm das passendere Wort. „Ich habe in Utah unterschrieben, das war erstmal eine unglaubliche Freude“ sagt er. „Jetzt genieße ich es aber bei der Nationalmannschaft zu sein und konzentriere mich voll auf die EM.“ Dass sich seine Rolle im Team angesichts des Karrieresprungs geändert hat, glaubt der 2,18 Meter große Center nicht. „Ich bin einer der erfahrensten Spieler im Kader und hatte vor zwei Jahren schon eine wichtige Rolle. Ich denke nicht, dass sich daran etwas ändern wird.“

Viel Selbstvertrauen

Wenn Pleiß spricht, schwingt stets ein gesundes Selbstvertrauen mit - etwas, das er mit Teamkamerad Dennis Schröder teilt. Selbstzweifel kennt auch der 21-Jährige nicht. „Ich habe immer Selbstbewusstsein“, sagt er. „Manchmal wird das hier in Deutschland als arrogant angesehen, aber ich denke in der NBA brauchst du das, um einen weiteren Schritt zu machen.“ Ein solcher ist ihm in der vergangenen Saison gelungen, mit den Atlanta Hawks hat er das Halbfinale der Playoffs erreicht. Auch persönlich hat er dabei einen großen Sprung gemacht und ist in seinem zweiten Jahr zur wichtigen Stütze im Team geworden.

Die Nationalmannschaft möchte er nun ebenfalls so gut wie möglich unterstützen - und zwar auf eine ganz simple Art: „Ich versuche einfach das zu machen was ich immer mache“, sagt er. Deutschland habe gute Spieler im Team und vor allem in der Verteidigung seine große Stärke. Entsprechend gelassen blickt er in Richtung EM: „Natürlich haben wir eine starke Vorrundengruppe. Aber ich liebe es wenn wir Underdog sind und einfach zeigen was wir können.“

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