Drei Container als Sammelstelle

Mehr Platz für Spenden: Rotenburger helfen Flüchtlingen

Zentrale Sammelstelle: In drei Containern auf dem Kasernenparkplatz werden künftig Sachspenden für Flüchtlinge gesammelt, gesichtet und ausgegeben. Diese Aufgaben übernehmen ehrenamtliche Helfer des Deutschen Roten Kreuzes. Von links: Günter Wenczel, Horst Fröhlich, Katja Sandrock, Steven Renner und Meik Möller vom DRK. Foto: Achim Meyer

Rotenburg. Die Hilfsbereitschaft ist riesig: In großer Menge haben Bürger Sachspenden für die Bewohner der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Rotenburg abgegeben.

So viele, dass Einrichtungsleiter Thomas Baader einen Annahmestopp verhängte. Bald kann die Spendenannahme wieder aufgenommen werden - dank einer Leihgabe des Bauunternehmens Strabag.

Auf Bitten des Deutschen Roten Kreuzes hin hat das Unternehmen von seiner Bad Hersfelder Niederlassung aus am Freitag drei große Container angeliefert und auf den Parkplatz gegenüber der Kaserne gestellt. Hier sollen alle Sachspenden künftig gesammelt, sortiert und an Flüchtlinge ausgegeben werden.

Bislang waren Spenden im Wachgebäude der Kaserne sowie in der Kleiderkammer des DRK-Kreisverbands in Rotenburg gesammelt worden. Künftig werden ehrenamtliche Helfer des DRK die Annahme und Verteilung aller Sachspenden koordinieren. Dass dies nicht auf dem Kasernengelände, sondern auf dem Parkplatz gegenüber geschieht, erklärt Thomas Baader mit verwaltungsrechtlichen Vorgaben. In allen Einrichtungen sollten die gleichen Regeln gelten, auch wenn in Rotenburg der notwendige Platz durchaus vorhanden sei.

In den kommenden Wochen werden DRK-Helfer die eingegangenen Kleider und Spielsachen sichten und dabei nach Möglichkeit auch Flüchtlinge einbinden, die helfen wollen, erklärte Kreisbereitschaftsleiter Günter Wenczel. Die Ausgabe der Spenden werde in Absprache mit der Einrichtungsleitung und den Sozialbetreuern erfolgen.

Thomas Baader ist es wichtig, dass die Spenden nicht zu Ungleichheit und Eifersucht unter den Bewohnern führen. Das DRK will daher ein System einführen, das die Ausgabe regelt und den Flüchtlingen ermöglicht, einzelne Teile auszuwählen. Von staatlicher Seite aus seien alle Flüchtlinge bereits mit dem Nötigsten ausgestattet, betont Baader.

Günter Wenczel dankte dem Unternehmen Strabag für die schnelle Hilfe. Er wies außerdem darauf hin, dass das DRK auch seine übrige, hilfsbedürftige Klientel weiter bedienen werde. Er werde über die Presse bekannt geben, sobald das DRK wieder Sachspenden annimmt, was in etwa drei Wochen der Fall sein werde. Dann würde unter anderem auch warme Kleidung für den Winter gebraucht.

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