Diskussion um Gestaltung

Mehrheit für Fußgängerzone: Umfrage zu Rotenburger Steinweg ausgezählt

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Diskussionen zum Tag der Städtebauförderung: Martin Blank vom Büro „Schöne Aussichten“ (Mitte) im Gespräch mit Edith Fleischhut, links, und Klaus Esche. Rechts Alexandra Renner-Quanz, die sich schon bei den Vorbereitungstreffen zum Stadtumbauprogramm engagiert hatte. 

Rotenburg. Die Umfrage zur künftigen Verkehrsgestaltung im Rotenburger Steinweg ist abgeschlossen. Bei einem neuen Stammtisch soll die Diskussion weitergehen. 

Nach Angaben der Marketing- und Entwicklungsgesellschaft (MER) haben sich bei der Umfrage zum Rotenburger Steinweg 57,4 Prozent für eine autofreie Zone ausgesprochen, 42,6 Prozent sind dafür, die Durchfahrt weiterhin zuzulassen. Insgesamt haben 1301 Menschen abgestimmt.

Letztendlich entscheiden muss die Stadtverordnetenversammlung. Auf deren Beschluss hin wird die weitere Gestaltung des „Blauen Pfads“ vom Zwickel bis zum Marktplatz geplant, erklärte MER-Geschäftsführer Torben Schäfer.

Blauer Pfad

„Blauer Pfad“ ist der Arbeitstitel für den Gestaltungsbereich in Anlehnung an das „Blaue Band“, ein Renaturierungsprogramm des Bundes für Flüsse. Man habe sich wegen der Nähe zur Fulda für diesen Arbeitstitel entschieden, es gehe aber auch um Begrünung und Möblierung des Verkehrsraums, erklärte MER-Geschäftsführer Torben Schäfer. Beim gut besuchten Tag der Städtebauförderung am Samstag konnten sich Rotenburger bei Martin Blank vom Planungsbüro „Schöne Aussichten“ mit ihren Ideen und Diskussionsbeiträgen einbringen. Das Büro wertet auch die abgegebenen Zettel mit Vorschlägen aus.

Neuer Stammtisch

MER und Magistrat wollen die öffentliche Debatte zum Stadtumbau fortsetzen. Dazu ist für Mittwoch, 22. Mai, ab 19 Uhr ein Stammtisch im „Platzhirsch“ am Marktplatz geplant. In lockerer Atmosphäre soll weiter über Projekte gesprochen werden. Alle interessierten Rotenburger sind dazu eingeladen. Allerdings ist es wie bei jedem Stammtisch: Jeder zahlt sein Getränk selbst, schränkt Torben Schäfer augenzwinkernd ein.

Parklets

Thema könnte auch das vorab preisgekrönte Projekt Parklets werden. Schon preisgekrönt und viel diskutiert – aber nur wenige wissen tatsächlich, worum es bei dem Projekt geht.

An zwei Stellen der Breitenstraße sollen Autoparkplätze während der Sommermonate gestrichen und durch, von der Straße mit einem Holzpavillon und Begrünung abgegrenzte, Sitzgelegenheiten ersetzt werden. Beim Tag der Städtebauförderung konnten Rotenburger bereits abstimmen, ob Fahrradparkplätze (viele Ja-Stimmen) oder reine Sitzgelegenheiten geschaffen werden sollen. Ein Parklet soll zum Beispiel vor der Eisdiele eingerichtet werden. Gedacht ist dabei an eine Kombination aus Sitzplätzen mit Radabstellmöglichkeiten daneben.

Die Breitenstraße wurde ausgewählt, weil sie bisher kaum Aufenthaltsqualität bietet und ein reiner Durchgangsraum ist, begründet die MER ihre Initiative. Sie verfügt teilweise über nur schmale Gehwege mit wenig Raum für Fußgänger und den Einzelhandel.

Die Parklets sollen die Breitenstraße aufwerten und begrünen. Außerdem soll getestet werden, ob ein Wegfall von Stellplätzen im Zuge der Umgestaltung der Breitenstraße durch Geld aus dem Stadtumbauprogramm sinnvoll ist. Die Parklets werden von einem Schreiner gefertigt.

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