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MER bezieht Schüler in die Neugestaltung der Alten Fuldabrücke in Rotenburg mit ein

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Von: Jenny Breiding

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Die Alte Fuldabrücke war das Thema der Projektwoche einer Gruppe der Jakob-Grimm-Schule. Am Mittwoch trafen sich die Schüler mit Vertreter von Verwaltung, Politik und MER.
Die Alte Fuldabrücke war das Thema der Projektwoche einer Gruppe der Jakob-Grimm-Schule. Am Mittwoch trafen sich die Schüler mit Vertreter von Verwaltung, Politik und MER. © Jenny Breiding

Sitzgelegenheiten, Hängeschaukeln und Wegbeleuchtung für die Alte Fuldabrücke – diese und weitere Ideen haben Schüler und Schülerinnen der Rotenburger Jakob-Grimm-Schule im Rahmen ihrer Projektwoche erarbeitet.

Rotenburg – Unabhängig von Alter und Schulzweig konnten sich die Schüler in den Kurs einwählen, der die Umgestaltung der Brücke thematisierte. Die Fäden der Veranstaltung lagen bei Torben Schäfer, dem Geschäftsführer der Marketing- und Entwicklungsgesellschaft Rotenburg (MER).

In vier Gruppen aufgeteilt widmeten sich die Schüler im Verlauf der Woche den Faktoren, die die Stadtbrücke urbaner und begehbarer machen sollen. Hierbei ging es vorrangig um die Beleuchtung, Sanierung, Aufenthaltsmöglichkeiten und das Stadtgrün für die Brücke.

Nach zwei Tagen Planung trafen sich Schüler, MER und Vertreter von Politik und Verwaltung am Mittwochvormittag gemeinsam im Rathaus, um die vorläufigen Ergebnisse der Projektwoche zu besprechen. Von jeder Gruppe wurden Schüler mit Erwachsenen an Tische gesetzt, die im kleineren Kreis die Ideen besprachen, beidseitige Fragen klärten und Details zum Umbau weiterentwickelten.

Bei einem anschließenden Besuch der Brücke zeigten Nicoleta und Denise aus der G10c die mit Graffiti aufgesprühte Planung der Sitzmöglichkeiten. Sie erklärten, dass diese in Form von Zementblöcken zwischen den Bögen platziert werden könnten. „Im Sommer wären Bänke und Hocker hier superschön. Da würden wir uns sofort mit anderen auf der Brücke treffen“, sagt Nicoleta.

Mögliche Sitzgelegenheiten: Die Schüler präsentierten ihre Ideen mit aufgesprühtem Graffiti auf der Brücke.
Mögliche Sitzgelegenheiten: Die Schüler präsentierten ihre Ideen mit aufgesprühtem Graffiti auf der Brücke. © Jenny Breiding

Auch die Beleuchtung der Brücke soll auf Vordermann gebracht werden. Die Schüler denken hierbei an Lichtstreifen unter den Geländern. Auch Solarlampen wären eine Option, die, wie alle anderen Vorschläge, anschließend auf Umsetzbarkeit geprüft werden muss.

Andere Ideen beinhalteten Hängeschaukeln oder -liegen zwischen den Bögen, das Streichen der Brücke in Rotenburger Farben, Pflanzenkübel, die zusätzlich als Verkehrsberuhigung dienen, Mülleimer, die Kotbeutelspender und Aschenbecher integrieren und die Brücke künftig sauberhalten sollen.

Die Schüler legten sich beim Präsentieren sehr ins Zeug. „Dass wir gemeinsam mit unseren Freunden Kreativität direkt aufs Blatt bringen durften“, gefiel Lukas und Jeremy aus der H10 an diesem Projekt am besten.

Bei den anschließenden Gesprächen innerhalb der Kleingruppen wurden die Jugendlichen vor allem für ihre konstruktiven und durchaus realisierbaren Vorschläge gelobt. Auch wurden sie aber darüber informiert, dass nicht alle Ideen bedingungslos umsetzbar sind. Vor allem Vorgaben durch Natur- und Denkmalschutz müssten beachtet und die Ideen demnach angepasst werden, sagten die Vertreter von Politik und Rathaus.

Doch auch die Einschränkungen bremsten die Jugendlichen nicht in ihrer Kreativität – Vorschläge wurden mithilfe der Erwachsenen einfach angepasst. Auch Gespräche über Veränderungen, die über die Grenzen der architektonischen Planung hinaus gingen, wurden angeregt. Hierbei entstand die Idee eines Wochenmarktes auf der Brücke und der Vorschlag zu Ausleih-Möglichkeiten von Gesellschaftsspielen.

„Den Grundstein für den Umbau der Fuldabrücke habt ihr gelegt“, sagt Mario Knoch von der UBR und lobt die Schüler in seinem Fazit an diesem Tag. Besonders positiv fiel ihm auf, dass sich die Schüler in der kurzen Zeit derart gut informiert hätten. Im weiteren Verlauf des Vormittages informierte Torben Schäfer die Schüler darüber, dass ihre Ideen nun in den Gesamtplan des Umbaus eingearbeitet würden und die MER Umsetzung und Kosten prüfe.

Am Freitag wurden die Ergebnisse in der JGS präsentiert. Bis Dezember nächsten Jahres muss das Fördergeld investiert sein. So könnten alle Beteiligten davon ausgehen, ihre Ideen schon bald in der Realität sehen zu können. Auch Bürgermeister Christian Grunwald fand lobende Worte zum Abschluss der Präsentationen durch die Schüler. „Öffentlich wird sehr wertschätzend darüber gesprochen werden, was ihr für unsere Stadt getan habt.“ (Jenny Breiding)

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