Helfer für Helfer

Nacht der Blaulichter in Rotenburg: Wenn Retter gemeinsam feiern

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Macher der Nacht der Blaulichter

Sie helfen nicht nur, sie können auch feiern: Zur Nacht der Blaulichter in Rotenburg kamen wieder viele Besucher. Feuerwehr, DRK und THW organisieren die Party.

Sie rücken an, wenn es brennt, versorgen Verletzte, betreuen Flüchtlinge und stehen in Not- und Unglücksfällen den Menschen mit Technik und Know How helfend zur Seite. Freiwillige Feuerwehr, Deutsches Rotes Kreuz und das Technische Hilfswerk haben sich darum in Rotenburg zusammengetan und eine mittlerweile einzigartige Erfolgsgeschichte geschrieben: In der Nacht der Blaulichter wurde am Samstag im Bürgerzentrum bereits zum vierten Mal eine Party von Helfern für Helfer gefeiert.

Und weil die Zusammenarbeit der drei Hilfsorganisationen ohnehin auch im ganz normalen Alltag hervorragend klappt, muss zwangsläufig auch das Feiern gelingen. Von überall her kommen Mannschaftswagen, auch über die Kreisgrenzen hinaus. Die Gäste, die mit Blaulicht durch die Gegend fahren, bekommen ermäßigten Eintritt. Und die Kosten für Getränke oder Brezeln sind ohnehin sehr gemäßigt. „Wir wollen nicht an dieser Veranstaltung verdienen“, sagt Tino Knierim vom Organisationsteam.

Er ist auch Mitglied im Vorstand der Rotenburger Feuerwehr und weiß, dass es wichtig ist, wenn man sich vernetzt. „Nur so können wir voneinander lernen oder uns austauschen, wenn es mal ernst wird“, sagt Daniel Jahns vom Technischen Hilfswerk (THW) Rotenburg. Die Männer sind drei Tage lang mit Auf- und Abbauarbeiten, dem Schmücken des Bürgersaals und der Logistik beschäftigt. „Aber das ist es uns wert“, betont Tobias Demant von der Freiwilligen Feuerwehr Rotenburg.

Denn die Blaulicht-Nächte sind total angesagt. Bis zu 400 Besucher feiern mit DJ BenH, alias Benjamin Heer aus Bad Hersfeld und einer der angesagtesten DJs der Region, eine ganz große Sause. „Niemand wird ausfallend, und noch nie gab es Probleme“, erzählt Andreas Heupel, Bereitschaftsleiter der DRK-Ortsvereinigung Rotenburg. Und eines ist den vier Organisatoren sehr wichtig: Immer sei der Schutz der Bevölkerung auch in dieser Nacht gewährleistet.

Für Sven Zetzmann, Marna Häntschel und Daniela Gleim aus Hönebach war es die erste Blaulicht-Nacht. Irgendwie hat es am Anfang des Jahres nie so richtig mit dem Termin gepasst. Die Idee, die hinter der Party steht, finden sie gut.

Beschimpft wurde Sven Zetzmann, wenn er im Einsatz mit der Freiwilligen Feuerwehr Hönebach unterwegs war, noch nie. „Im Gegenteil. Wenn wir von einem Einsatz kommen, dann bringen uns die Nachbarn Kaffee und Tee vorbei“, sagt er. Auch Marna Häntschel, seit 2012 beim DRK, hat gewisse Anfeindungen, „Gott sei Dank“, noch nie erlebt. „So etwas darf auch nicht sein“, findet sie, die an diesem Abend auf alkoholische Getränke verzichtet. Denn sie ist Autofahrerin und bringt die Freunde sicher nach Hause zurück.

Übrigens: Der Erlös aus den Garderobe-Einnahmen geht zu hundert Prozent an die Jugendabteilungen der drei Organisationen. Das Übrige wird freundschaftlich durch Drei geteilt.

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