Verlockendes im Park und in der Gass

Naschmarkt und Blumenmeer kamen bei Besuchern bestens an

Summertime: „Nur Blech“ macht die Hitze im Steinweg erträglich.

Rotenburg. Hitze von oben und Glut von unten sorgten am Sonntag in Rotenburg im Schlosspark beim Bratwurststand und im Steinweg beim Waffelstand für lange Schlangen.

Hier wie da wurde punktgenau gegrillt und gebacken, mal herzhaft, mal süß: Handgemachte „Schmeggewöhlerchen“ für die Besucher von Grimms Naschmarkt, dem sich im schattigen Schlosspark ein in leuchtenden Farben arrangiertes und duftendes Blumenmeer anschloss.

Bei Klaus Schleicher aus Dietershausen etwa, dessen Spezialität vor Ort gezogene englische Rosen sind. „Sie gehen überall weg wie warme Semmeln!“, erzählt der Gärtnermeister. Nils Maurer aus Eisenach hält es dagegen eher mit traditionellen Beet- und Balkonpflanzen. Er berichtet, dass er seit vielen Jahren nach Rotenburg kommt und auch schon Stammkunden hat.

Carola und Lutz Großer aus Wiesbaden gehören nicht dazu, denn sie haben auf der Rückfahrt von einem Kurzurlaub einfach mal in der Fuldastadt Station gemacht: „Wir sind angenehm überrascht über das schöne Ambiente und das tolle Angebot.“

„Mal etwas gönnen“

Ähnlich sieht es Thorsten Dehmel, der mit seiner Frau Imke und seinen vier Kindern aus Kiel angereist ist, um Tante Irmi und Onkel Hans einen Besuch abzustatten. Mit dem Gang über den Naschmarkt wollen sich Dehmels und Kaisers noch einmal etwas gönnen. Und sie wollen dem aus dem russischen Kaliningrad stammenden Au-Pair-Mädchen Ekaterina Klimenteva, der es die waldigen Höhen angetan haben, ein kleines Erlebnis ermöglichen.

Von schönen Blumen kann man nie genug haben: Sabine Marotzke vom Rotenburger Sandsteingussbetrieb „Sir William“ (rechts) hat sich bei Ella Holl vom gleichnamigen Blankenheimer Staudenhof eingedeckt. Fotos: Wilfried Apel

Das hat Ursula Jost-Reckers aus Bad Hersfeld schon gehabt. Sie ist mit dem Fahrrad da und hat sich auf der alten Fuldabrücke von Norbert Günther und Ralf Schulz aus Bebra erklären lassen, dass die weiße Zierlaus dafür sorgt, dass es hellen Waldhonig gibt. Die Mückenstürmerin greift gerne auf Bio-Produkte zurück und lässt sich ein Glas Honig einpacken. Und eine kleine Anregung hat sie: „Noch schöner wäre es, wenn ein bisschen mehr Jazzmusik gespielt würde.“

Wahrscheinlich ist ihr zu diesem Zeitpunkt noch nicht das zum Unterhaltungsprogramm gehörende Blechbläserquintett „Nur Blech“ über den Weg gelaufen. Die Fünf stehen vor Kerstin Biers Modehaus, das wie die meisten anderen Geschäfte geöffnet hat und mit „coolen“ Angeboten lockt. Mit viel Gefühl intonieren sie das berühmte „Summertime“ und „Just a Closer Walk“.

Allerlei Köstlichkeiten

Obwohl es mit einem kurzen Weg über den Naschmarkt nicht getan ist: Überall gibt es Verlockendes, auf vielerlei Art und Weise Durst Löschendes, Appetit Anregendes oder einfach nur Köstliches. Wie zum Beispiel in Bierteig gebackene Holunderblüten mit Erdbeeren und Sahne. Oder marinierte Erdbeeren mit Frozen Joghurt. Oder Erdbeerbowle.

Naschmarkt und Blumenmeer bei hochsommerlichen Temperaturen

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