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Rotenburg hat eine neue Attraktion: Waldkugelbahn Elli ist eröffnet

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Von: Christopher Ziermann

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Spielspaß mit viel Heimatbezug: Die Waldkugelbahn enthält viele Elemente mit lokalem Bezug, so wie hier Jakobi- und Stiftskirche und die Fuldabrücke.
Spielspaß mit viel Heimatbezug: Die Waldkugelbahn enthält viele Elemente mit lokalem Bezug, so wie hier Jakobi- und Stiftskirche und die Fuldabrücke. Unser Foto zeigt vorn links Zimmerermeister Jörg Hohmeister mit Berufskollege Jan Kemski und dahinter Hohmeisters Team mit von links Stefan Michaelis, Fabian Liebetrau, Thilo Heß und Roden Jandali. Jandalis Oberarme zeugen vom Kraftakt der Handwerker. © Christopher Ziermann

Ab sofort rollen die Kugeln in Rotenburg: Die neue Attraktion zwischen Rodenberg-Alm und Mehrgenerationenspielplatz am Wildgehege besteht aus elf Bahnen und ist insgesamt 2,2 Kilometer lang.

Rotenburg - „40 Wochen als Projektleiter der Waldkugelbahn, genau so lange dauert eine Schwangerschaft. Und nun haben wir Elli zur Welt gebracht“, sagte Jörg Hohmeister. Der Bebraer Zimmerermeister war bei der Einweihung der Rotenburger Waldkugelbahn am Montagnachmittag sichtlich ergriffen. Sein Pathos ist, gemessen an den Reaktionen und dem vielen Lob der Gäste der Feierlichkeiten, gerechtfertigt. Hohmeister selbst spricht vom Höhepunkt der beruflichen Laufbahn für ihn und seine Mitarbeiter.

Aber warum Elli? Dafür ist die Marketing- und Entwicklungsgesellschaft MER verantwortlich, die für die Holzkugeln ein Piktogramm entwickelt hat, das wie ein verschlungenes „Elli“ aussieht. So ist der Spitzname der Waldkugelbahn entstanden.

Spitzname Elli: So heißt die Bahn.
Spitzname Elli: So heißt die Bahn. © Christopher Ziermann

Ab sofort rollen die Kugeln auf elf Bahnen und 2,2 Kilometern Länge zwischen der Rodenberg-Alm und dem Mehrgenerationenspielplatz am Wildgehege. MER-Geschäftsführer Torben Schäfer erinnerte daran, dass die Idee für die Kugelbahn vor vier Jahren vom damaligen Mitarbeiter Fabio Di Muro gekommen war, der von einem ähnlichen Projekt in seiner Heimatstadt berichtet hatte. Die Überlegungen kamen in Gang, als die Idee der von der Rodenberg-Alm aus übers Kottenbachtal geplanten Fußgängerhängebrücke aufkam – als Verbindung mit dem Kottenbachtal. Einen Löwenanteil der Planungsarbeiten stemmte Di Muros Nachfolger Maurice Riesche.

An den delegierte Bürgermeister Christian Grunwald deshalb die von Landrat Torsten Warnecke mitgebrachte Stracke. Warnecke beglückwünschte Rotenburg zu einem professionellen und „hoffentlich langlebigen“ Projekt. Die Landtagsabgeordnete Lena Arnoldt bezeichnete die Fulda-Stadt als Vorreiter, wie schon beim Schaukelwald. „Ich war schon auf vielen Einweihungen, aber noch nie bei einer Murmelbahn. Rotenburg entwickelt sich großartig“, befand sie. Bürgermeister Grunwald betonte, dass die Kugelbahn von der Begeisterung Hohmeisters und seines Teams lebe. „Und man sieht an dieser großartigen Umsetzung, wie wichtig das heimische Handwerk ist“, sagte er.

Denn für die Handwerker war es ein Projekt ohne Blaupause, ohne Schwangerschaftsratgeber. Alle Elemente sind Unikate. Bei Planung und dem Bau der Elemente, der ein ständiges Experimentieren war, spielte sich Hohmeister mit seinem Berufskollegen Jan Kemski die Kugeln hin und her. Der gebürtige Nordhesse hat vier der elf Stationen gebaut. Und Hohmeister konnte auf großes Engagement seiner Mitarbeiter Stefan Michaelis, Franz Zschoge, Fabian Liebetrau, Thilo Heß und Christina Arndt bauen. Und natürlich Roden Jandali, auf dessen deutlich gewachsenen Umfang der Oberarme Hohmeister besonders hinwies. Das Sonderprojekt war für die Handwerker im wahrsten Sinne des Wortes ein Kraftakt – aber so ist das wohl bei vielen Schwangerschaften.

Hohmeister schloss seine Rede mit einem Appell ab, dem sich wohl viele Eltern anschließen würden: „Ich wünsche Rotenburg eine tolle, lebendige und naturnahe Zukunft – die weniger mit dem Smartphone und mehr mit Spielfreude zu tun hat.“

Von Christopher Ziermann

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