Neuer Plan für marodes Kreisaltenzentrum in Rotenburg

Runtergekommen. Das ehemalige Kreisaltenzentrum in Rotenburg ist in desolatem Zustand und soll abgerissen werden. Der Eigentümer will nun 60 Einheiten von Betreutem Wohnen bauen. Foto: Schankweiler-Ziermann

Rotenburg. Für die leer stehenden Altgebäude des Kreisaltenzentrums in Rotenburg gibt es neue Pläne: Laut deren neuem Eigentümer, sollen sie Platz machen für Betreutres Wohnen.

Flüchtlingsunterkunft, Wohnanlage für Senioren, Unterkunft für Demenzkranke - für die Zukunft des ehemaligen Kreisaltenzentrums auf dem Rotenburger Kratzberg wurden von dessen neuem Eigentümer, dem Bebraer Architekten Helmut Holzhauer und seiner HoRo-Gruppe, schon viele Ideen öffentlich genannt. Jetzt arbeitet er an der Umsetzung des Projektes „Betreutes Wohnen“.

Einen Investor gebe es bereits, erklärte Holzhauer gestern gegenüber unserer Zeitung. Derzeit suche er einen Betreiber. 60 Wohneinheiten sollen demnach auf dem Grundstück neu entstehen.

Holzhauer hatte das 1967 errichtete Gebäude und das 16.000 Quadratmeter umfassende Areal 2014 für einen symbolischen Preis von einem Euro pro Einzelgrundstück, also drei Euro, erworben.

Das Gebäude steht seit 2007 leer und ist marode. Bis 30. Juni 2016 sollte es laut Vertrag abgerissen werden. Inzwischen hat Holzhauer beim Kreis eine Verlängerung dieser Frist um zwei Jahre erwirkt. Das bestätigte auch Martin Klöckner, der zuständige Fachdienstleiter in der Kreisverwaltung. Der Kreis sehe keine Gründe, das Objekt derzeit zurückzunehmen.

Ein Vertrag für den geplanten Abriss sei bereits abgeschlossen, erklärte Holzhauer weiter. Er setzt auf den demografischen Wandel und damit verbunden auf steigende Nachfrage älterer Menschen nach barrierefreiem Wohnen und bedarfsgerechter Unterstützung im Alltag - wie es eben Betreutes Wohnen vorsieht.

Deshalb ist er auch optimistisch für sein weiteres Großprojekt in Rotenburg, den Neubau von barrierefreien Wohnungen hinter dem ehemaligen Katasteramt und früheren Museum für Kunst, Kultur und Karikatur (Muzkkka). Dafür gebe es einen Nachfrageboom, sagte Holzhauer. Im Juli sollen, so sagte er, die Bauarbeiten beginnen für die ersten 15 Wohnungen. Auch eine Tiefgarage ist geplant.

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