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Neuer Wohnraum für rund 150 Menschen in Rotenburg

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Von: Christopher Ziermann

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Der Abriss des ehemaligen Kreisaltenzentrums ist laut den Investoren abgeschlossen. Nun wird noch geprüft, was von dem Material abgefahren wird und was recycelt werden kann.
Der Abriss des ehemaligen Kreisaltenzentrums ist laut den Investoren abgeschlossen. Nun wird noch geprüft, was von dem Material abgefahren wird und was recycelt werden kann. © Christopher Ziermann

Auf dem Rotenburger Emanuelsberg, wo bislang das ehemalige Kreisaltenzentrum stand, soll Wohnraum für rund 150 Menschen entstehen. Die Vorplanungen der Bebraer Architektin Sosan Akyüz und ihres Hamburger Geschäftspartners Rüdiger Solvie sind im Haupt- und Finanzausschuss vorgestellt worden.

Rotenburg - Die Stadtverordnetenversammlung entscheidet in ihrer heutigen Sitzung ab 19 Uhr im Bürgerzentrum, ob auf dieser Basis das Bauleitplanverfahren eingeleitet werden soll. Der Ausschuss hat das einstimmig empfohlen.

Ungefähr so soll es werden. Der vordere Bereich ist für sozialen Wohnungsbau vorgesehen, darüber ist individuelles Wohnen geplant.
Ungefähr so soll es werden. Der vordere Bereich ist für sozialen Wohnungsbau vorgesehen, darüber ist individuelles Wohnen geplant. © SoSo Architekturbüro

Bürgermeister Christian Grunwald (CDU) erklärte, dass zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht darüber abgestimmt werde, wie genau die Gebäude letztlich gebaut werden. „Inhaltliche Fragen darüber, was für Häuser entstehen und Dinge wie naturschutzrechtlicher Ausgleich sind Gegenstand des dann folgenden Verfahrens“, sagte Grunwald.

Die Planungen sehen für das über 17 000 Quadratmeter große Areal drei fünfgeschossige Blocks für sozialen Wohnungsbau vor. Außerdem wird die Zahl von 14 Einzel- und Doppelhäusern genannt und zusätzlich Reihenhäuser. Wie genau diese Angebote für individuelles Wohnen einmal aussehen, wird sich im Laufe des Bauleitplanverfahrens herausstellen, in das verschiedene Behörden einbezogen werden – dabei geht es zum Beispiel darum, welche naturschutzrechtlichen Auflagen gemacht werden und wie sich das auf die Planung auswirkt.

„Schon jetzt ist eine wesentliche Information für uns als Kommune der soziale Wohnungsbau, wo bevorzugt Menschen mit geringem Einkommen und einem Berechtigungsschein einziehen können. In diesem Bereich haben wir in Rotenburg schon längere Zeit großen Bedarf“, betonte Grunwald. Dieser Teil des Projektes des Architekten-Duos wird öffentlich gefördert. Die Kommune muss dabei je Wohneinheit ein Darlehen in Höhe von 10 000 Euro auszahlen – also 500 000 Euro bei 50 Wohnungen. „Das hört sich viel an, aber die Stadt bekommt das Geld im Laufe der Zeit zurück. Ich halte das für ein sehr gutes und stimmiges Konzept“, sagte Grunwald.

Laut Solvie sollen die Mehrfamilienhäuser die Höhe des alten Gebäudes nicht überschreiten und auch niedriger als das benachbarte Schwesternheim liegen.

Jonas Rudolph (CDU) betonte, schon mit dem vollzogenen Abriss des ehemaligen Kreisaltenzentrums sei ein wichtiger Schritt getan. „Das war ein Schandfleck, den man nun entwickeln kann“, sagte er. Architekt Solvie hatte berichtet, dass der Abriss beendet ist und derzeit noch geschaut werde, was von dem Material abgefahren werde und was recycelt wird. Rudolph fragte nach, wie konkret die ökologische Komponente beim Projekt einbezogen werde und verwies auf das Neubaugebiet in Lispenhausen, wo die Stadtverordneten zahlreiche Vorgaben zum klimaneutralen Bauen gemacht hatten. Solvie betonte, auf Nachhaltigkeit werde selbstverständlich großer Wert gelegt. So seien zum Beispiel Solardachflächen und mindestens fünf Elektro-Ladesäulen vorgesehen. Weitere Details werden sich nun im Laufe des Verfahrens ergeben.

Wilfried Roß (UBR) fragte, wie man auf das zu erwartende „zusätzliche Verkehrsaufkommen“ reagieren werde. Dazu sagte Grunwald: „Die Straße Am Emanuelsberg kann den Zugangsverkehr bewältigen, dafür ist sie gebaut worden.“ Stadtverordnetenvorsteher Thomas Nölke (SPD) pflichtete dem Bürgermeister bei. Er rechne nicht mit mehr Verkehr als zu Zeiten des Kreisaltenzentrums, als die Straße auch von Mitarbeitern und Besuchern genutzt worden sei.

Eine Seniorenresidenz, die Architektin Akyüz anfangs auch mal als Möglichkeit für das Gelände genannt hatte, ist nicht mehr Bestandteil der Planungen.

Von Christopher Ziermann

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