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„Am Laterndl“ öffnet im ehemaligen Moritz am Marktplatz in Rotenburg

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Von: Susanne Kanngieser

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Pächter und Gastronom Waldemar Moor (rechts) und sein Küchenchef Jyrki Otranen wollen mit dem Laterndl bayerische Wirtshauskultur nach Rotenburg bringen. Am Samstag soll das neue Lokal eröffnet werden.
Pächter und Gastronom Waldemar Moor (rechts) und sein Küchenchef Jyrki Otranen wollen mit dem Laterndl bayerische Wirtshauskultur nach Rotenburg bringen. Am Samstag soll das neue Lokal eröffnet werden. © SUSANNE KANNGIESER

Wirtshaus-Konzept mit Alleinstellungsmerkmal: Am Samstag (1. Oktober) öffnet „Am Laterndl“ auf dem Rotenburger Marktplatz.

Rotenburg – Anfang der Woche konnte man sich nur schwer vorstellen, wie das neue Wirtshaus „Am Laterndl“ auf dem Rotenburger Marktplatz zur Eröffnung am Samstag, 1. Oktober, aussehen soll. Waldemar Moor, Pächter und Gastronom der ehemaligen Moritz-Räumlichkeiten, hatte am Dienstag jedenfalls Ärger mit der nagelneuen Kaffeemaschine, die am Tag zuvor noch funktionierte. Aber der Mann von der Technik war schnell zur Stelle und das Wasser wurde wieder kochend heiß.

Stühle stehen übereinander, die ehemalige Baustelle hinterlässt noch Spuren. Jetzt aber ist Endspurt angesagt. Und Moor und sein finnischer Küchenchef Jyrki Otranen, genannt Otto, sind sich am Dienstag sicher: „Das schaffen wir mit einigen Nachtschichten.“

Das Laterndl könnte zum neuen Szene-Treff in der Fuldastadt werden

Probleme und Verzögerungen gab es immer mal wieder, und in Rotenburg munkelte man gar, dass das Laterndl noch vor der Eröffnung wieder schließt. Das Gerücht wollen Moor und seine rechte Hand Otto jetzt aber ein und für allemal aus der Welt schaffen. Das Wirtshaus-Konzept ist ein Alleinstellungsmerkmal, und das Laterndl könnte zum neuen Szene-Treff in der Fuldastadt werden.

Zu einem ordentlichen Hofbräu-Wirtshaus gehört auch ein Bierkrug-Tresor. Wer sich im Laterndl ein Fach mit Krug und Schlüssel sichert, erweist sich als echter Stammgast des Hauses und als Kenner der Wirtshaus-Kultur. Sowohl Moor als auch Otranen haben lange Zeit in der Münchner Gastronomie gearbeitet und schätzen das Leben in den Wirtshäusern. „Da sitzen Arbeiter und Banker an einem Tisch“, sagt Moor, „und jeder ist willkommen“. Küchenchef Otto hat ein Herz für die bayerische Gemütlichkeit in einem „stressfreien Raum“.

Der Wohlfühlcharakter kommt dann ganz von selbst

Speisekarte und Einrichtung beschreiben beide als „klassisch und zeitlos“. Zwischen den Balken blitzen Stahlstreben. Das verschafft den Räumen einen modernen Touch. Der Wohlfühlcharakter kommt dann ganz von selbst, meint der in Braach aufgewachsene Pächter. Es gibt einen Bereich mit Wintergarten-Atmosphäre, mit echten Pflanzen an der Decke. Hirsch- und Rehbockgehörne hängen auf Brettchen an der Wand im leicht separierten Raum rechts von der Theke aus gesehen. Kleine bayerische Akzente mit großer Wirkung.

Auf Frühstücksangebote verzichtet das Laterndl-Team. Am Marktplatz gebe es genügend kulinarische Angebote, um in den Tag zu starten, da will man nicht noch eins draufsetzen. Vorstellbar wäre es für Moor, der viel von Event-Gastronomie hält, dass man mal am Wochenende ein Weißwurst-Frühstück mit Livemusik veranstaltet.

Mittagskarte, Tea-Time und Happy Hour

Mit 80 Plätzen biete das Laterndl“ reichlich Platz für Familienfeiern, weiß der Pächter. Ab 11.30 Uhr gibt es sieben Tage die Woche eine täglich wechselnde Mittagskarte: saisonale Gerichte mit vielen lokalen Produkten. Von 14.30 bis 17 Uhr, ist Tea-Time plus Kaffee und Kuchen angesagt. Die Happy Hour von 17 bis 19 Uhr geht auch ohne Cocktails, dafür aber mit Bier und Aperitifs. Das besondere Schmankerl auf der Speisekarte ist für Küchenchef Otto seine finnische Lachssuppe. „Die war schon in München total beliebt und der absolute Renner“, lacht er. Ihm zur Seite stehen ein Jungkoch und eine Praktikantin.

Hinter der Theke zapft der Chef selbst, der von seiner Familie, Freunden und einigen Aushilfskräften unterstützt wird. Für ein festes und vertrauenswürdiges Team will sich Waldemar Moor etwas mehr Zeit nehmen. Dankbar sei er für die gute Zusammenarbeit mit Bürgermeister Christian Grunwald und den Mitarbeitern der Stadtverwaltung. „Sie waren jederzeit ansprechbar und haben uns stets mit Rat und Tat zur Seite gestanden“, sagt er. (Susanne Kanngieser)

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