Ergebnisse der Verkehrsuntersuchung fehlen 

Ortsumgehung Lispenhausen: Planung steht still

Lispenhausen. Es gibt keinen Fortschritt bei den Planungen für die Ortsumgehung Lispenhausen. Die Ergebnisse einer Verkehrsuntersuchung vom vergangenen Herbst liegen noch immer nicht vor.

Dabei waren sie für das Frühjahr 2016 angekündigt. Das bestätigte der Regionale Bevollmächtigte der Planungsbehörde Hessen mobil, Peter Wöbbeking, auf Anfrage unserer Zeitung. Nun werden die Ergebnisse für Ende des zweiten Quartals 2016 erwartet.

Auch die naturschutzrechtliche Prüfung für das Millionenprojekt ist offenbar 2015 nicht weitergekommen. Landtagsabgeordneter Dieter Franz (SPD) berichtete, dass das dafür notwendige Geld nicht freigegeben worden sei. Rotenburgs Bürgermeister Christian Grunwald ist sauer: „Das, was im Bereich Ortsumgehung passiert, trägt dazu bei, dass die Menschen das Vertrauen in die öffentliche Hand verlieren." Die Vorgehensweise und Kommunikation von Hessen mobil nennt Grunwald „desolat“.

Verwaltung und Politik vor Ort bekämen praktisch keine Informationen, und wenn doch, dann nur „Wischi-waschi-Aussagen“ ohne Verbindlichkeit. Seit der Bürgerversammlung 2012, in der suggeriert worden sei, jetzt passiere endlich etwas, sei man nur wenig voran gekommen, kritisiert Grunwald. Die Ortsumgehung Lispenhausen als Teil der Bundesstraße 83 ist auch im neuen Bundesverkehrswegeplan verankert. Die Mehrheit der Bevölkerung des größten Rotenburger Stadtteils kämpft seit Jahrzehnten um die Realisierung.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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