Aufträge werden im Herbst vergeben

Parlament in Rotenburg stimmt für Aufwertung des Steinwegs 

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Hier geht er los, der „Blaue Pfad“: Die Straße „Im Zwickel“ ist wie der Marktplatz Start- und Endpunkt der umgestalteten Innenstadtachse.

Der Rotenburger Steinweg soll attraktiver werden. Am Donnerstag stimmten die Stadtverordneten einstimmig für die Umgestaltung des Verbindungswegs. 

In einem Jahr soll der Rotenburger Steinweg als Teil des neuen „Blauen Pfads“ fertig umgestaltet sein. Schon diese Aussicht beflügelte die Stadtverordneten, die am Donnerstag die Umgestaltung des Verbindungswegs von der Straße „Im Zwickel“ zum Marktplatz einstimmig befürworteten. Der Name für das Projekt ist in Anlehnung an das „Blaue Band“ entstanden. Unter diesem Namen sollen Wasserstraßen neu gestaltet werden. Für Rotenburg ist das natürlich die Fulda, die verbindendes Element zwischen Alt- und Neustadt ist.

Martin Blank vom Kasseler Planungsbüro „Schöne Aussicht“ hatte das Konzept bereits am Dienstag im Haupt- und Finanzausschuss vorgestellt. Demnach geht es um fünf Bausteine, die den Verbindungsweg attraktiver machen sollen. Und so soll es werden:

  • Ein sogenanntes taktiles Plattenband verbindet Zwickel, Steinweg, Brückengasse und Marktplatz. Wie es über die alte Fuldabrücke geführt wird, ist noch nicht abschließend geklärt. Es handelt sich um ein 60 Zentimeter breites Band aus Natursteinplatten, das durch seine Beschaffenheit zum Beispiel Sehbehinderten mit Taststöcken Orientierung geben kann. Daneben kann es auch zur Entwässerung genutzt werden.
  • Bauminseln mit Beleuchtung und unterschiedlichen Sitzmöglichkeiten sollen die Aufenthaltsqualität verbessern. Allein sieben dieser amorph gestalteten Inseln sind für den Steinweg vorgesehen, insgesamt sind es zwölf. Vorgesehen sind unterschiedliche Größen: Mal zehn Meter, mal 14 Meter groß können diese Inseln werden, die durch entsprechende Bepflanzung auch zu einer ökologischen Aufwertung betragen sollen.
  • Der Steinborn, der Brunnen auf dem Steinweg, bleibt entgegen ursprünglicher Absicht nun doch am Standort, wird aber gestalterisch verändert. Die ihn umgebende Mauer soll weg, der Stein in der Mitte bleibt.  
  • Der Marktplatz soll in der Höhe des Rathauses ein bodengleiches Fontänenfeld bekommen. Das heißt, Wassers sprudelt und springt praktisch vom Boden aus. Auch das erhöht die Aufenthaltsqualität, wie das Vorbild vieler Städte zeigt. Aufgewertet werden soll auch ein klassisches Wahrzeichen der Stadt, der Kump. Dort sollen Sitzstufen eingerichtet werden, damit man das meist schattige Plätzchen gut nutzen kann. 
  • In bestimmten Bereichen müssen Naturpflastersteine durch Betonpflaster ersetzt werden. Grundsätzlich lobte Planer Blank, dass Rotenburg großflächig mit hochwertigem Pflaster gestaltet worden ist. Darauf könne die neue Planung aufbauen.

Im kommenden Herbst sollen die Aufträge für die Gestaltung des Steinwegs vergeben werden.

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