Projekt des Ferienprogramms 

Pfandringe an Rotenburger Mülleimern sollen Umwelt schonen 

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Daumen hoch für die neuen Pfandringe: Lisa Mißler (von links), Sophia Grenzebach, Carolin Richardt, Luisa Meyer, Lena Hartmann, Jonas Nölke und Leonie George (knieend) freuen sich, dass leere Pfandflaschen jetzt so deponiert werden können, dass sie von bedürftigen Menschen schnell gefunden und verwertet werden können – wie hier am Marktplatz an der Rotenburger Breitenstraße. 

Rotenburg. Im Rahmen eines Ferienprogramms in Rotenburg begaben sich Jugendliche auf "Thema-Reise". Herausgekommen ist eine Idee, die die Umwelt schonen und gleichzeitig eine Hilfe für Flaschensammler sein soll. 

Überaus nachhaltig kann es sich auswirken, wenn sich junge Leute im Rahmen eines Ferienprogramms nicht auf „Action-Tour“, sondern auf „Thema-Reise“ begeben. Wenn sie sich damit auseinandersetzen, wo und wie die Stadt, in der sie leben, regiert und verwaltet wird, und wenn sie gut motiviert überlegen, wie man das Leben in dieser Stadt verbessern kann.

In Rotenburg sind bei der mit fünf Tagen Kopfarbeit angefüllten „Sommerferienreise“, die mit einer „Rathaus-Rallye“ begann, drei konkrete und vom Magistrat sogleich gut geheißene Projekte herausgekommen. Das am schnellsten umsetzbare kann zwischenzeitlich von Passanten in Augenschein genommen und vor allem genutzt werden, denn seit rund einem Monat sind in der Stadt an zentralen Punkten an Müllbehältern grasgrüne, gut sichtbare Ringe angebracht.

Gut für die Umwelt

Nicht als Frühlingsdekoration, sondern als Abstellmöglichkeit für Pfandflaschen, die ansonsten vielleicht im Müll oder in der Landschaft landen würden. Die Vorteile sind offensichtlich, wie die Gruppe, die die Idee zu diesem Projekt hatte, bei einer Präsentation betonte: „Die Natur bleibt verschont, und Bedürftige müssen nicht im Müll wühlen, um an verwertbare Pfandflaschen zu gelangen – sie können sie ganz einfach aus den Pfandringen nehmen.“

Dass die „Thema-Reise“ sich gut entwickeln würde, war für Gemeinwesenkoordinatorin Carolin Richardt, die das Ferienprogramm mit einem kleinen Team vorbereitet hatte, spätestens am zweiten Tag klar: „Als die zunächst noch etwas zögerlich an die Sache herangehenden Kids das Thema ernst nahmen und in drei Gruppen aus eigenem Antrieb Ideen entwickelten, wurde aus dem Ganzen ein Selbstläufer. Nicht zuletzt deshalb, weil die Kids wussten, dass der Magistrat 1000 Euro für die Umsetzung des besten Projekts zur Verfügung stellen wollte.“

Nach der zum Abschluss des Sommerferienprogramms „Kinder lernen die Stadt zu regieren“ mit großer Anerkennung bedachten Projektpräsentation: Rotenburgs Bürgermeister Christian Grunwald ist stolz auf seine jungen „Mitbürgerinnen und Mitbürger“.

Leonie George und Sophia Grenzebach waren auf jeden Fall voller Hoffnung, dass die von ihnen mitentwickelte Pfandringaktion gut ankommt: „Eigentlich müsste doch jedem einleuchten, dass man Pfandflaschen nicht wegwirft, wenn man sie auf unseren Pfandringen bequem abstellen und damit Menschen helfen kann, die auf jeden Euro angewiesen sind.“

Aus etwas anderer Sicht sahen es Luisa Meyer und Jonas Nölke vom Sommerferienprogramm-Mitarbeiterteam: „Es war einfach nur toll, mitzuerleben, wie die Kinder Feuer gefangen haben, wie sie begeistert den Magistratsmitgliedern ihre Projekte vorgestellt haben, und wie oft sie bis zur Realisierung des ersten Projekts nachgefragt haben.“

Letztendlich waren sich alle einig: „Die schönste Anerkennung für alle wäre, wenn die an knapp zehn Müllbehältern in der Rotenburger Innenstadt angebrachten Pfandringe gut genutzt würden.“

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