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Pfarrerin Svenja Koch verlässt den Gudegrund und Heinebach

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Von: Carolin Eberth

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Pfarrerin Svenja Koch verlässt die Kirchengemeinden Gudegrund und Heinebach und zieht mit ihrem Hund Jack, ein Mischlingshund aus Griechenland, nach Bad Orb (Main-Kinzig-Kreis).
Pfarrerin Svenja Koch verlässt die Kirchengemeinden Gudegrund und Heinebach und zieht mit ihrem Hund Jack, ein Mischlingshund aus Griechenland, nach Bad Orb (Main-Kinzig-Kreis). © Carolin Eberth

Pfarrerin Svenja Koch (44) wird nach 15 Jahren die Kirchengemeinden Gudegrund und Heinebach verlassen, mit einem weinenden und einem lachenden Auge, wie sie selbst sagt.

Alheim – Ihr Weg führt sie ab Januar zu einer neuen Pfarrstelle in Bad Orb (Main-Kinzig-Kreis), um wieder näher an ihre alte Heimat und ihre Familie zu rücken. Nach ihrem siebenjährigen Studium war Alheim ihre erste Pfarrstelle und nimmt damit einen ganz besonderen Platz in ihrem Leben ein. „15 Jahre geteiltes Leben, das werde ich nie vergessen“, sagt Koch.

Die Menschen, die ihr in Alheim begegnet sind, seien ihr sehr ans Herz gewachsen, und vor allem der Gudegrund sei ihr zur Heimat geworden. Denn: Die ersten elf Jahre hat Svenja Koch ausschließlich die Kirchengemeinde Gudegrund mit Hergershausen, Niedergude, Obergude und Erdpenhausen betreut. Erst 2018 kam dann noch die Gemeinde Heinebach dazu. Ein Umzug von Obergude nach Heinebach, direkt neben die Kirche, folgte.

Nun blickt Svenja Koch auf ihre Zeit in Alheim zurück. „Ich bin dankbar für viele gute Begegnungen, für Unterstützung von Anfang an. Für offene Türen und Herzen, für Lebensgeschichten, die mit mir geteilt wurden. Für Gespräche am Küchentisch oder beim Spaziergang. Für Anregungen und Ideen, für manches Lob“, schreibt sie zum Abschied im Alheimer Gemeindebrief.

Besonders werden ihr die Bindungen zu den Menschen fehlen, sagt die Alheimer Pfarrerin. „Mit vielen Familien bin ich ganze Lebenswege zusammen gegangen. Von der Taufe, über die Konfirmation und Hochzeit bis hin dazu, dass ich gemeinsam mit ihnen an den Gräbern ihrer Liebsten gestanden habe. Das verbindet einen.“

Auch viele schöne Erlebnisse habe sie in den vergangenen 15 Jahren gesammelt. „Ich erinnere mich zum Beispiel an einen Tag, der mir in guter Erinnerung geblieben ist. Anlässlich des Kinderbibeltages haben wir in Obergude mit den Kindern im Dorfgemeinschaftshaus übernachtet. Ich habe mich zum Schlafen neben einen Jungen gelegt, der etwas zappelig war. Der wurde dann ganz ruhig und flüsterte mir ins Ohr, dass er mich lieb hat. Das hat mich sehr berührt“, erzählt Svenja Koch. „Ich hoffe natürlich, dass dieser Abend den Kindern in genauso guter Erinnerung geblieben ist, wie mir. Und ich ihnen den Glaube mit auf ihren Lebensweg geben konnte.“

Die Arbeit mit Kindern – egal, ob Kinderbibelwoche, Familiengottesdienst, Weltgebetstag, Krippenspiel oder Kindergottesdienst – habe ihr oft die größte Freude bereitet. Zusätzlich hat Koch auch gerne Religionsunterricht an der Lindenschule gegeben. „Und ich habe auch sehr gerne Gottesdienste gefeiert!“

Dieses Kapitel schlägt die Pfarrerin nun zu und blickt mit ihrem lachenden Auge den neuen Herausforderungen in Bad Orb entgegen. Mit tatkräftiger Unterstützung ihres Hundes Jack, ein Mischlingshund aus Griechenland, heißt es nun: Koffer packen. Und das, obwohl gerade eigentlich die stressigste Zeit des Jahres als Pfarrerin ist.

Zwischen dem Umzugsstress müssen die Weihnachtsgottesdienste vorbereitet werden. Und auch an Silvester wird Svenja Koch noch einmal mit Alheim Gottesdienst feiern. Verabschiedet wird sie offiziell am 8. Januar. Danach wird die Pfarrstelle erstmal kommissarisch geleitet von Christoph Rode und Mareike Dorfschäfer. (Carolin Eberth)

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